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Eingabeoberfläche ...............
Belastung .............................
Nachweiseinstellungen ..........
System .................................
Lastfalldialog ........................
Nachweisführung ...................
Querschnitt ...........................
Einzellastdialog ....................
Nationale Anhänge ................
 
Streckenlastdialog .................
Druckdokument .....................
Das Haupteingabefenster ist in die dargestellten Bereiche unterteilt.
Standardmäßig befindet sich am oberen Bildschirmrand die Steuerbuttonleiste mit den Hauptfunktionen
des Programms.
Mit der geriffelten Grifffläche am rechten Rand kann die Buttonleiste mit der linken Maustaste gegriffen und an
anderer Stelle im Eingabefenster platziert werden.
Steuerbuttons
Nachfolgend werden die Funktionen der Steuerbuttons beschrieben.
öffnet das Fenster zur Drucklistenvorschau (DTE® - Viewer)
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öffnet den Druckdialog zur Bestimmung des Ausgabegeräts (DTE® - Druckmanager) und den damit zusammenhängenden Einstellungen
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öffnet den Dialog zur Gestaltung des Druckdokuments
Hier können Elemente aus Eingabe- und Ergebnisprotokoll für die Druckliste deaktiviert und die Höhen der
grafischen Elemente angepasst werden.
Wird die Option für den Detailnachweispunkt aktiviert, erweitert sich das Druckdokument um den
Abschnitt Detailnachweispunkt.
Für die mit der Koordinate x definierte Stelle werden dort für alle geführten Nachweise die Ergebnisse
aller Lastkombinationen aufgeführt.
Der Detailnachweispunkt dient damit der Nachvollziehbarkeit von punktuellen Bemessungsergebnissen.
Das reguläre Ergebnisprotokoll enthält demgegenüber nur extremale Ergebnisse.
ruft den Dialog für die Einstellung des Fonts der Bildschirmdarstellung auf
Sicherung der aktuellen Einstellungen
exportiert die aktuellen Einstellungen in ein Bauteil vom Typ 4H-STUB, das im aktuellen Projektordner
angelegt wird
ruft die Online-Hilfe auf
Verlassen des Programms
Registerreiter
Über die Registerreiter erreicht man die vier Registerblätter System, Querschnitt, Belastung und Nachweise.
In den Registern können alle rechenrelevanten Parameter angepasst werden.
Die Darstellung des Registerblattinhalts nimmt den größten Teil des Fensters ein.
Ergebnisfenster
Das Ergebnisfenster im unteren Bereich zeigt das wesentliche Resultat nach einer Berechnung an.
Wenn mit der aktuell gewählten Grundbewehrung alle Nachweise erfüllt werden können, erscheint dort der Text
"keine zusätzliche Berechnung erforderlich ...".
Wenn noch keine Berechnung erfolgt ist oder sich an den rechenrelevanten Daten etwas geändert hat, erscheint
der Text: "neue Berechnung erforderlich ...".
Berechnungsbutton
Mit dem Berechnungsbutton wird die Berechnung gestartet.
Während der Berechnung wird ein zusätzliches Fenster geöffnet, in dem der Rechenfortschritt und eventuelle Fehler oder Warnungen darstellt werden.
Im ersten Registerblatt wird das statische System definiert.
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Die Angaben zum System beschränken sich auf die Höhe und die Lagerangaben an Kopf und Fuß der Stütze.
Am Kopf kann je Achsrichtung eine Verschiebungs- und Verdrehungsbehinderung definiert werden.
Am Fußpunkt kann nur die Verdrehungsbehinderung manipuliert werden.
Hierzu werden jeweils drei Schalter angeboten, mit denen die zugeordnete Verformung gänzlich unterbunden
(starres Lager, linker Schalter), von einer Feder gedämpft (mittlerer Schalter) oder als uneingeschränkt
verformbar (rechter Schalter) festgelegt werden kann.
Im Falle einer elastischen Lagerung muss die der Feder zugeordnete Federkonstante im Eingabefeld rechts
neben der Schaltergruppe mit einem Wert > 0 angegeben werden.
Ist die Option System räumlich betrachten deaktiviert, werden die Eingabemöglichkeiten zur X-Y-Ebene
deaktiviert. Die Lasteingabe wird dann gleichfalls reduziert.
Im zweiten Registerblatt sind Abmessungen, Bewehrung und Material des Stützenquerschnitts festzulegen.
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Form und Abmessungen
Als Querschnittsform kann zwischen Rechteck und Kreis gewählt werden. Die zugehörigen Abmessungen in den entsprechenden Achsrichtungen bestimmen sich aus den Angaben zu by bzw. bz.
Material
Die Materialeigenschaften für Berechnung und Bemessung können über Auswahlboxen für Beton- und Stahlgüte festgelegt werden. Zur Auswahl stehen die gängigen Güten entspr. Eurocode 2.
Bewehrungsbild
Für den Rechteckquerschnitt stehen die Bewehrungsbilder Eckbewehrung, Umlaufbewehrung oder Umlaufbewehrung mit verstärkten Ecken zur Verfügung.
Für den Kreisquerschnitt wird immer eine Umlaufbewehrung angenommen.
Die Umlaufbewehrung wird für die Berechnung als gleichmäßig verteilte Bewehrung angenommen.
Grundbewehrung
Der rechnerisch wirksame Wert der Grundbewehrung wird durch As0 bestimmt und kann entweder direkt
oder indirekt durch eine Bewehrungswahl vorgegeben werden.
Die Bewehrungswahl ist aktiv bei Wahl der Option durch Anzahl und Stabdurchmesser vorgeben.
In diesem Fall kann bei Umfangsbewehrung die Anzahl der Stabdurchmesser festgelegt werden (Anzahl bei Eckbewehrung ist immer 4).
Zusätzlich sind der Bewehrungsstabdurchmesser und die Anzahl der Stäbe im Fall einer Bündelung festzulegen.
Aus diesen Angaben wird der Wert für As0 vom Programm ermittelt.
Die Grundbewehrung bestimmt den Startwert mit dem die Berechung beginnt. Reicht die G. nicht aus,
wird sie iterativ erhöht bis alle Nachweise erfüllt sind oder der maximale Bewehrungsgrad erreicht wurde.
Ist das kombinierte Bewehrungsbild Umlaufbeweh-rung mit verstärkten Ecken aktiv, kann einer der beiden Anteile von der Bemessung ausgenommen werden (Option deaktivieren).
Bei der Ermittlung einer ausreichenden Bewehrung
wird dieser Anteil dann nicht erhöht.
Verlegemaß / Achsabstand der Längsbewehrung
Zur Bestimmung der exakten Position der Bewehrung im Querschnitt sind entweder das Verlegemaß und der Bügeldurchmesser oder der Achsabstand der Längsbewehrung anzugeben.
Ist die Grundbewehrung über Anzahl und Stabdurchmesser vorgegeben, sind die Eingaben zum Verlegemaß cv
und dem Bügeldurchmesserw aktiv.
Andernfalls ist der Achsabstand des Bewehrungsschwerpunkts ds zum Betonrand vorzugeben.
Im dritten Registerblatt sind die Belastungen festzulegen, für die die Stütze bemessen werden soll.
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Allgemeines
Einwirkungen und zugehörige Lastfälle werden in einer Baumstruktur angeordnet.
Anders als in anderen pcae-Programmen müssen die Einwirkungen nicht vom Anwender angelegt werden.
Für alle vom Eurocode vorgesehenen Einwirkungsarten ist bereits je ein Eintrag vorhanden, der nicht gelöscht
werden kann.
Optional können die Einwirkungen - mit Ausnahme der ständigen Einwirkung - über das Häkchen in der
zweiten Spalte deaktiviert werden.
Die Einwirkungen bestimmen die Eigenschaften der ihnen zugeordneten Lastfälle. Diese Eigenschaften haben
Einfluss auf die Bildung der Extremalbildungsvorschriften und Lastkollektive der zu berechnenden Nachweise.
Die Symbole in der Baumstruktur haben folgende Bedeutungen
Einwirkung
Lastfall
Einzellast
Streckenlast
Die Buttons neuer Lastfall, neue Einzellast und neue Streckenlast sind selbsterläuternd.
Ein ganzer Lastfall oder einzelne Lastbilder können über den löschen-Button entfernt werden. Gelöscht wird
dabei immer die farbig unterlegte Zeile im Baum. Bei Löschen von Lastfällen werden alle untergeordneten
Lastbilder ebenfalls entfernt.
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Durch einfachen Klick auf eine Zeile wird der Eintrag durch eine blaue Unterlegung markiert.
Durch Doppelklicken einer Zeile erscheint ein Dialog zur Bearbeitung von Lastfall, Einzellast oder Streckenlast.
Eigengewicht
Das Eigengewicht kann automatisch aus den Abmessungen des Querschnitts und dem Wert γ für das Raumgewicht ermittelt oder direkt als Linienlast vorgegeben werden.
Lastorientierung
Wenn der markierte Eintrag im Baum ein Lastbild (Einzel- oder Linienlast) ist, wird im Bereich unten rechts die Orientierung der Lastbildkomponenten dargestellt.
Die Pfeile zeigen dabei nur die Richtung an, die Größe der Symbole ist unabhängig von den Lastbildordinaten.
Sind die Pfeile rot, bedeutet dies, dass die Ordinate negativ definiert ist.
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Mit diesem Dialog werden die Eigenschaften eines Lastfalls festgelegt.
Wird dieser Dialog über die Funktion neuer Lastfall aufgerufen, kann hier im oberen Bereich die Zuordnung zu einer gegebenen Einwirkung ausgewählt werden.
Bei einem späteren Aufruf über Doppelklick auf den Eintrag des Lastfalls in der Baumstruktur kann die zugeordnete Einwirkung nicht mehr verändert werden.
Der Lastfalltyp unterscheidet zwischen additiven und alternativen Lastfällen.
Ein additiver Lastfall wirkt (günstig oder ungünstig) immer unabhängig von anderen Lastfällen. Als Beispiel für
additive Verkehrslasten können Lastfälle genannt werden, die feldweise Nutzlasten enthalten, die jeder für sich
aber auch alle gemeinsam (jedes Feld belastet) vorkommen können.
Alternative Lastfälle werden zu Gruppen zusammengefasst. Hierbei gilt die Regel, dass immer nur der Lastfall
einer Gruppe mit der ungünstigsten Auswirkung auf den betrachteten Nachweispunkt zur Anwendung kommt.
Die Lastfälle ein und derselben alternativen Gruppe schließen einander aus.
Als Beispiel für alternative Verkehrslasten sind Windlastfälle zu nennen, die unterschiedliche Windrichtungen untersuchen.
In diesem Dialog werden die Eigenschaften einer Einzellast festgelegt.
Im Kopfbereich erfolgt über zwei Auswahlboxen die Zuordnung zu Einwirkung und Lastfall.
Als Ort der Lasteinleitung kann der Stützenkopf oder eine freie Höhe gewählt werden.
Das Lastbild selbst setzt sich aus folgenden Anteilen zusammen
senkrechte Kraft (positive Wirkungsrichtung nach unten)
horizontale Kraft in y- und z-Richtung
Momentenbelastung um y- und z-Achse (positiv rechtsdrehend um die jeweilige Achse)
In diesem Dialog werden die Eigenschaften einer Streckenlast festgelegt.
Im Kopfbereich erfolgt über zwei Auswahlboxen die Zuordnung zu Einwirkung und Lastfall.
Als Lastformen stehen konstante, linear veränderliche und Teilstrecken- oder Streckenlasten über die
gesamte Höhe zur Auswahl.
Je nach Lastform sind die Ordinaten für obere und untere Einleitungshöhe sowie die Lastgröße anzugeben.
Streckenlasten wirken immer horizontal in y- oder z-Richtung.
Im vierten Registerblatt können die zu führenden Nachweise ausgewählt werden.
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Tragfähigkeitsnachweise
Die Biegebemessung erfolgt nach Theorie I. Ordnung.
Dabei wird die Mindestbewehrung für Stützen (nach EC 2, 9.5.2(2)) berücksichtigt und optional die
Schubbemessung durchgeführt.
Der Knicksicherheitsnachweis erfolgt nach Theorie II. Ordnung unter Berücksichtigung gerissener Zonen
(Zustand 2). Die dabei zu berücksichtigenden Imperfektionen (nach EC 2, Abschn. 5.2) werden vom Programm automatisch ermittelt.
Der Nachweis des Brandschutzes (bzw. die Heißbemessung) erfolgt auf Basis der genauen Zonenmethode.
Mögliche Einspannungen im Brandfall können berücksichtigt werden. Dazu ist die Lage der Stütze im Bauwerk
über eine Auswahlbox zu klassifizieren. Die statische Berechnung erfolgt analog zum Knicksicherheitsnachweis.
Auch hier werden Imperfektionen automatisch berücksichtigt. Über einen Reduktionsfaktor können diese relativ
zum Ansatz im Knicksicherheitsnachweis abgemindert werden.
Gebrauchstauglichkeitsnachweise
Sowohl Riss- als auch Spannungsnachweis werden linear nach Theorie I. Ordnung geführt.
Der Rissnachweis berücksichtigt die direkte Berechnung nach Norm, die Kontrolle der Eingangsbewehrung
und die Mindestbewehrung aus Zwang. Vorzugeben ist die zulässige Rissbreite wk.
Mit dem Spannungsnachweis wird garantiert, dass die zulässigen Betondruck- bzw. Stahlzugspannungen
nicht überschritten werden.
Nationaler Anhang
Zu einem separaten Eigenschaftsblatt zur Änderung der Parameter des Nationalen Anhangs gelangt man
über einen Klick auf das Flaggensymbol unten rechts im Eigenschaftsblatt.
Näheres zu Voraussetzungen und Annahmen bei der Berechnung der Nachweise s. Nachweisführung.
Fundamentbemessung
Wenn das Programm 4H-FUND, Einzel- und Streifenfundamente (Version 2009 oder neuer), installiert ist, kann
für den Stützenfußpunkt die Berechnung und Bemessung eines Einzelfundaments mit automatischer
Lastweiterleitung durchgeführt werden.
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In diesem Fall wird im unteren Teil des Registerblatts ein zusätzlicher Teil sichtbar, über den die Bemessung eines Einzelfundaments aktiviert werden kann.
Über einen Klick auf den Button mit dem Fundamentsymbol öffnet sich ein Eingabefenster zur Definition der fundamentspezifischen Parameter. Alle Einzelheiten dazu sind der Hilfe zu 4H-FUND zu entnehmen.
Wesentlicher Unterschied zur regulären Eingabe von 4H-FUND ist, dass die Stützenlasten nicht vorgegeben
werden können, da sie automatisch aus der Stützenberechnung übernommen werden.
Die maßgebenden Stützenlasten für die Fundamentbemessung werden aus den Auflagerreaktionen am
Stützenfuß ermittelt.
Je nach Auswahl im Registerblatt Nachweise führt das Programm die im Folgenden aufgeführten Nachweise
unter den hier erläuterten Annahmen und Voraussetzungen.
Für alle Nachweise werden die zu berücksichtigenden Lastkombinationen automatisch entspr. Eurocode 0 erzeugt.
Die Kombinationen ergeben sich aus den Einwirkungsarten, denen die Lastfälle zugeordnet sind (s. Baumstruktur
der Belastung), und ob sie alternativ oder additiv wirken (s. Lastfalldialog).
Das Programm prüft in einem ersten Rechendurchgang, ob die gewählte Grundbewehrung ausreichend ist.
Ist dies nicht der Fall, wird die Bewehrung solange angepasst, bis alle Nachweise erfüllt sind oder der zulässige Bewehrungsgrad erreicht wurde.
Diese iterative Vorgehensweise ist insbesondere für den Nachweis der Stabilität am Gesamtsystem
(Knicknachweis und ggf. Brandschutz) notwendig.
Biegebemessung
Dieser Tragfähigkeitsnachweis wird nach Theorie I. Ord. berechnet, wobei die Mindestbewehrung für
Stützen (EC 2, Abschn. 9.5.2(2)) berücksichtigt wird. 
Schubbemessung
Die Schubbemessung wird immer nur im Zusammenhang mit der Biegebemessung durchgeführt.
Es wird näherungsweise ein innerer Hebelarm von z = 0.9 · d verwendet.
Für den Druckstrebenwinkel θ wird der minimal zulässige Wert angenommen.
Bei der Berechnung von Kreisquerschnitten wird mit einem Wirksamkeitsfaktor von 1.0 gerechnet.
Knicksicherheit
Mit diesem Nachweis wird die Stabilität des Systems durch eine Berechnung n. Theorie II. Ord. unter
Berücksichtigung des gerissenen Betons (Zustand 2) nachgewiesen.
Für jedes Lastkollektiv wird vom Programm automatisch eine Imperfektion (n. EC 2, Abschn. 5.2) berücksichtigt.
Ist das System am Kopf horizontal gehalten hat die Imperfektion die Form einer Durchbiegung, andernfalls ist es
eine Schiefstellung.
Für jede Achsrichtung wird eine Imperfektionsfigur ermittelt. Zur Berücksichtigung der ungünstigsten
Wirkungsrichtung werden diese anteilig kombiniert.
Zur Ermittlung der maßgebenden Richtung der Imperfektion wird für jede Achsrichtung unabhängig die Knicklast
NKi = (π/sk)2 · EI (mit EI aus Betonquerschnitt) ermittelt.
Ist die Knicklast einer Richtung dreimal größer als die andere (z.B. NKi,z ≥ 3 · NKi,y), wird die Imperfektion ausschließlich in der schwachen Richtung angesetzt.
Sind die Knicklasten beider Richtungen gleich groß (NKi,z = NKi,y) wird die Imperfektion immer in Richtung
der größten Verformung aus Last angesetzt.
In allen andern Fällen wird interpoliert.
Brandschutz
Die Berechnung des Programms basiert auf der Zonenmethode (EC 2, 2-1-2, Abschn. 3.2.2).
Der Nachweis geht davon aus, dass der Brand nur in einem Geschoss stattfindet.
Sind weitere Geschosse vorhanden, erfährt die Stütze im Brandgeschoß daher eine zusätzliche
Momenteneinspannung am Übergang zum nicht brennenden Geschoss.
Dieser Effekt kann berücksichtigt werden. Hierzu ist die Lage der Stütze im Gebäude zu klassifizieren.
Die Berechnung erfolgt analog zum Nachweis der Knicksicherheit als Nachweis der Stabilität im Brandfall.
Im Vorlauf werden jedoch die Schwächung des Betonquerschnitts und die Veränderung der Stoffgesetze von
Beton und Betonstahl infolge der Erhitzung ermittelt.
Auch hier werden Imperfektionen automatisch berücksichtigt, deren Wirkung ggf. über den vom Anwender vorzugebenden Reduktionsfaktor abgeschwächt wird.
Das Programm unterteilt den Querschnitt in zehn Zonen und trifft folgende Annahmen zu Beton und Betonstahl
Anfangsfeuchte 1.5 %
Rohdichte 2400 kg/m3
thermische Leitfähigkeit des Betons liegt an der oberen Grenze
Zuschlagstoff ist Quarz
Herstellungsart des Betonstahls ist warmgewalzt
Rissnachweis
Der Rissnachweis ist ein Gebrauchstauglichkeitsnachweis, der nach Theorie I. Ord. berechnet wird.
Die Vorgehensweise zur Begrenzung der Rissbreite aus Last richtet sich nach dem Verfahren der direkten
Berechnung n. EC 2 (Abschn. 7.3.4).
Zusätzlich wird die Mindestbewehrung aus Erstrissbildung unter zentrischem Zwang ermittelt. Dabei wird der
Beiwert zur Berücksichtigung des Betonalters mit kzt = 0.5 angenommen.
Spannungsnachweis
Dieser Gebrauchstauglichkeitsnachweis n. Theorie I. Ord. garantiert im Erfolgsfall, dass die zulässigen Betondruck- bzw. Stahlzugspannungen nicht überschritten werden. Die Spannungen werden wie folgt ermittelt
Betondruckspannungen zul σc = 0.6 · fck
Stahlzugspannungen zul σs = 0.8 · fyk
Kriechen
Bei den Tragfähigkeitsnachweisen n. Theorie II. Ord. und den Gebrauchstauglichkeitsnachweisen wird automatisch Kriechen entspr. EC 2, Abschn. 3.1.4, über eine Modifikation des Stoffgesetzes berücksichtigt.
Vom Programm werden dabei folgende Annahmen getroffen
effektive Endkriechzahl φeff = 2.5
Dauerlastfaktor M1perm/M1Ed = 0.6
Schwinden wird vernachlässigt (Endschwindmaß εcs = 0.0)

Die Eurocode-Normen gelten nur in Verbindung mit ihren nationalen Anhängen in dem jeweiligen Land, in dem das Bauwerk erstellt werden soll.
Für ausgewählte Parameter können abweichend von den Eurocode-Empfehlungen (im Eurocode-Dokument mit 'ANMERKUNG' gekennzeichnet) landeseigene Werte bzw. Vorgehensweisen angegeben werden.
In pcae -Programmen können die veränderbaren Parameter in einem separaten Eigenschaftsblatt eingesehen und ggf. modifiziert werden.

Dieses Eigenschaftsblatt dient dazu, dem nach Eurocode zu bemessenden Bauteil ein nationales Anwendungsdokument (NA) zuzuordnen.
NAe enthalten die Parameter der nationalen Anhänge der verschiedenen Eurocodes (EC 0, EC 1, EC 2 ...) und ermöglichen den pcae -Programmen das Führen normengerechter Nachweise, obwohl sie von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt werden.
Die EC-Standardparameter (Empfehlungen ohne nationalen Bezug) wie auch die Parameter des deutschen nationalen Anhangs (NA-DE) sind grundsätzlich Teil der pcae -Software.
Darüber hinaus stellt pcae ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem weitere NAe aus Kopien der bestehenden NAe erstellt werden können. Dieses Werkzeug, das über ein eigenes Hilfedokument verfügt, wird normalerweise aus
der Schublade des DTE®-Schreibtischs heraus aufgerufen. Einen direkten Zugang zu diesem Werkzeug liefert
die kleine Schaltfläche hinter dem Schraubenziehersymbol.
Bei jeder Berechnung erstellt das Programm ein Druckdokument, das über den DTE®-Viewer am Bildschirm eingesehen oder über den DTE®-Druckmanager an ein Ausgabegerät gesendet werden kann.
Im Druckdokument werden alle rechenrelevanten Parameter protokolliert.
Die extremalen Ergebnisse der geführten Nachweise werden sowohl grafisch als auch tabellarisch dargestellt.
Zusätzlich wird jeweils die maßgebende Stelle im System mit Angabe der z-Koordinate und zugehörigen
Schnittgrößen ausgegeben.
Nacheinander werden die Tragfähigkeitsnachweise und die Gebrauchstauglichkeitsnachweise aufgelistet.
Am Ende des Druckdokuments steht der Abschnitt Zusammenfassung.
Nachfolgend werden die Komponenten des vollständigen Druckdokuments mit allen Nachweisen gezeigt.
Die Ausgabe beginnt mit dem Systemprotokoll, das Angaben zu statischem System, Querschnitt und
Materialgüten enthält.
Darauf folgt das Protokoll der Belastung mit der Struktur von Einwirkungen und Lastfalleigenschaften sowie einer tabellarischen und grafischen Darstellung der Lastbilder.
In der Ergebnisausgabe werden zuerst die Tragfähigkeitsnachweise aufgeführt und anschließend die Gebrauchstauglichkeitsnachweise.
Die Tragfähigkeitsnachweise beginnen mit den Biege- und Schubbemessungen.
Am Beginn der Ausgabe eines Nachweises werden nachweisspezifische Parameter protokolliert, die entweder vom Anwender vorgegeben oder vom Programm angenommen wurden.
Dann folgt eine Liste der berechneten Lastkollektive mit den Faktoren der Lastfälle, aus denen sie
zusammengesetzt sind.
Die eigentlichen Ergebnisse folgen in Form von grafischen und tabellarischen Darstellungen der extremalen Schnittgrößen und des Bemessungsergebnisses über die Stützenhöhe.
Abschließend wird protokolliert an welcher Stelle und für welche Lastkombination das maßgebende Bemessungsergebnis ermittelt wurde.
Die Schubbemessung erfolgt mit den gleichen Lastkombinationen wie die Biegebemessung.
Die extremalen Ergebnisse über die Stützenhöhe und die Informationen zur maßgebenden Schubbemessung
werden an diesen Abschnitt angehängt.
Im nächsten Abschnitt folgt der für die Stützenbemessung meist zentrale Nachweis der Knicksicherheit.
Hier wird vor Ausgabe der eigentlichen Ergebnisse der vom Programm automatisch gewählte Ansatz der baulichen Imperfektionen protokolliert. Dies ist zum einen die gewählte Form und Größe der Imperfektionsfigur je Achsrichtung und zum anderen wie die maßgebende Richtung je Lastkollektiv ermittelt wird.
In der Tabelle mit der Faktorisierung der Lastfallkombinationen sind die Anteile der Imperfektionsfiguren, die sich
aus der gewählten Richtung ergeben mit z.B. 0.89·Iy und 0.45·Iz (s. Bsp. Lastkollektiv 3) ausgewiesen.
Die resultierende Vektorlänge der beiden Anteile beträgt dabei immer 1 (s. z.B. LK 3
oder LK 4: (0,892 + 0.452) 0.5 = 1.0 ).
Als Nächstes folgt der Knicknachweis für den Brandschutz.
Vor den eigentlichen Ergebnissen wird das ermittelte Temperaturprofil mit den maßgebenden Temperaturen für
Beton und alle Bewehrungspositionen sowie dem Maß az der Querschnittsreduktion ausgewiesen.
Der Nachweis Brandschutz-Knicksicherheit wird nach Anpassungen von Querschnitt und Spannungsdehnungslinien rechnerisch wie der Knicksicherheitsnachweis behandelt. Die eigentlichen Ergebnisse werden deshalb in gleicher
Form dargestellt.
In den letzen Abschnitten mit Nachweisergebnissen werden die Gebrauchstauglichkeitsnachweise ausgewiesen.
Wie bei den Tragfähigkeitsnachweisen werden für Riss- und Spannungsnachweis zunächst nachweisspezifische Parameter (s. Bsp. Punkt 5.1.1 und 5.2.1) protokolliert.
Dann folgen die Faktorisierungen der Lastkollektive (s. Bsp. Punkt 5.1.2 und 5.2.2).
Die eigentlichen Ergebnisse werden in extremaler Form grafisch und tabellarisch über die Gesamthöhe dargestellt.
Wenn möglich, wird das maßgebende Lastkollektiv mit den zugehörigen Schnittgrößen und Bemessungsergebnis
an der maßgebenden Stelle protokolliert.
Im vorletzten Abschnitt wird die nach EC 2, Abschn. 9.5.2, ermittelte Mindestlängsbewehrung ausgewiesen und festgestellt, ob diese maßgebend wird.
Zum Abschluss der Druckliste steht eine Zusammenfassung mit Überblick, ob alle Nachweise erfolgreich geführt werden konnten, und über die maßgebenden Bewehrung sowie den dafür verantwortlichen Nachweis.
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