Seite neu erstellt Juni 2019
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Anschlussparameter ...............
Ergebnisübersicht ...................
Rotationskapazität ..................
Tragfähigkeiten ......................
allgemeine Erläuterungen ......
Grundkomponenten ...............
Schnittgrößen ........................
Komponentenmethode ...........
Basisverbindungen .................
... Import Träger / Stütze ........
Nachweis Schweißnähte .......
Stahlsorten ...........................
... Import Trägerstoß ..............
... Stegsteifen ........................
Ausdrucksteuerung ...............
Teilschnittgrößen ....................
Rotationssteifigkeit .................
nationale EC-Anhänge ............
alle pcae-EC 3-Stahlbauprogramme im Überblick
Basisverbindungen .................
Biegesteifer Trägeranschluss
Typisierter IH-Anschluss ........
Einzelstabnachweise .............
Stahlstützenfuß ....................
Typ. IM-Anschluss ...............
Grundkomponenten ...............
Rahmenecken .......................
Typ. IS,IW,IG,IK-Anschluss
Beulnachweise ......................
Gelenkiger Trägeranschluss
Schweißnahtanschluss ..........
Freier Stirnplattenstoß ...........
Ermüdungsnachweis ..............
Stoß m. therm. Trennschicht
Laschenstoß .........................
Normalkraftverbindung ............
Lasteinleitung .......................
Freies Knotenblech ................
Register 2 enthält Angaben zu den Anschluss- und Materialparametern
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Das Programm 4H-EC3IM berechnet biegesteife Trägerstöße und Träger-Stützenanschlüsse von Doppel-T-Profilen,
die im Ringbuch Typisierte Anschlüsse im Stahlhochbau, Ergänzungsband 2018 verzeichnet sind.
Die Eingabedaten können u.A. in das Programm 4H-EC3BT, Biegesteifer Trägeranschluss, (ab V. 2019) übertragen werden.
Dazu ist der aktuelle Datenzustand über den Button Daten exportieren in die Zwischenablage zu kopieren.
Diese Daten können anschließend über den Button Daten importieren aus der Zwischenablage in das aktuell
geöffnete Bauteil des Programms 4H-EC3BT übernommen werden.
Das Programm ist in direkter Anlehnung an die Vorgehensweise zur Anwendung des Ringbuchs konzipiert.
Dazu sind zunächst die Verbindungsart (Trägerstoß oder Träger-Stütze), die Stahlfestigkeit (S 235 oder S 355) und die Schraubenfestigkeitsklasse (Fk 8.8 oder Fk 10.9) festzulegen.
Träger-Stütze-Verbindungen können nur für Konfigurationen mit 2 Schrauben je Schraubenreihe berechnet werden.
Es wird stets von HV-Schrauben ausgegangen.
Jedem Verbindungselement wird dasselbe Material zugeordnet.
Bei der Eingabe des Trägers und der Anschlussparameter ist analog zum Ringbuch vorzugehen, wobei das
Programm die Eingabemöglichkeiten farblich unterstützt.
Zunächst ist die Profilreihe vorzugeben. In blau sind Profile der
IPE-Reihe, in grün die Profile der HE-Reihe aufgelistet.
Die Nennhöhe der Profile berücksichtigt die im Ringbuch aufgeführten Kombinationen. In schwarz sind die Nennhöhen dargestellt, die für beide Profilreihen gelten, in blau und grün diejenigen, die nur für die IPE- bzw. HE-Reihe gelten.
Die Schraubengrößen, die für die Anschlusskonfigurationen
des ausgewählten Profils nicht verfügbar sind, werden in der Liste rot marktiert und können nicht ausgewählt werden.
Ebenso berücksichtigt die Symbolliste der möglichen Schraubenbilder die bisher vorgegebenen Einstellungen. Die Anordnung, die in der Datenbank nicht vorhanden ist, ist rot markiert und kann nicht ausgewählt werden.
Eine Schraubenanordnung mit 4 Schrauben in einer Reihe kann nur für Trägerstöße verwendet werden.
Alle Einträge der Ringbuchdatenbank, die zu der gewählten Konfiguration passen, werden mit Nummer und Parametern am Bildschirm dargestellt.
mit tp, bp, hp: Dicke, Breite, Höhe der Stirnplatte und af, aw: Schweißnahtdicken am Flansch und Steg des Trägers
Aus der ggf. langen Liste möglicher Anschlusskonfigurationen können die
Verbindungen bzgl. ihrer Überstände selektiert werden.
Es werden nur Konfigurationen angezeigt, die der gewählten Bedingung genügen.
Für Anschlüsse mit nur einem Überstand oder mit unsymmetrischen Schraubenbildern wurde die Option vorgesehen, den Anschluss zu spiegeln.

Aus der am Bildschirm dargestellten Verbindungsauswahl ist eine passende Wahl zu treffen.

Das Programm bietet die Möglichkeit, die effiziente Verbindung (bzgl. der maximalen Ausnutzung) aus der aktuellen Auswahl zu suchen, wenn Schnittgrößen eingegeben wurden (s. Reg. 1).
Wird der Button effiziente Verbindung suchen betätigt, werden für die eingegebenen Lastkombinationen die maximalen Ausnutzungen jeder
Verbindung aus der Auswahlliste berechnet und verglichen.
Die Verbindung mit Umax ≤ 1 wird als 'effiziente Verbindung' aktiviert.
Sind keine Schnittgrößen vorgegeben, kann die Tragfähigkeit der gewählten Verbindung, die in Reg. 3 explizit dargestellt ist, an dieser Stelle über den
Button Tragfähigkeit anzeigen für die gewählte Konfiguration abgerufen
werden.
Sind Schnittgrößen vorgegeben, wird die maximale Ausnutzung für die gewählte Konfiguration am Bildschirm angezeigt.
Wird eine Träger-Stütze-Verbindung nachgewiesen, können die Parameter des Stützenprofils ohne
Einschränkungen eingegeben werden.
Der Querschnitt kann entweder über den pcae-eigenen Profilmanager in das Programm importiert oder als
parametrisiertes Stahlprofil eingegeben werden.
Um ein Profil aus dem Angebot des Profilmanagers zu wählen, ist der grün unterlegte Pfeil zu betätigen.
Das Programm kann Träger-Stützen-Anschlüsse oder Träger-
stöße mit Doppel-T-Profilen berechnen, die als I, H-, DIL-, S-
oder W-Profile pcae-intern bekannt sind.
Das externe Programm wird aufgerufen und ein Profil kann
aktiviert werden. Bei Verlassen des Profilmanagers werden die benötigten Daten übernommen und der Profilname protokolliert.
Zur Definition eines parametrisierten Stahlprofils sind
Profilhöhe, Stegdicke, Flanschbreite und -dicke festzulegen.
Bei gewalzten Profilen wird der Ausrundungsradius r zwischen Flansch und Steg geometrisch berücksichtigt, während geschweißte Blechprofile mit Schweißnähten der Dicke a zusammengefügt sind.
Diese Schweißnähte werden nicht nachgewiesen.
Stützenprofile können zur Verstärkung des Stegs mit Stegsteifen ausgeführt werden.
Stegsteifen (Rippen) werden beidseitig des Stegs zwischen die Flansche eingepasst und an Flansche und Steg der Stütze angeschweißt.
Zur Bemessung der Stegsteifen
Am Bildschirm werden die geometrischen Daten ausgewertet und der Anschluss in einer maßstäblichen Grafik dargestellt. Die protokollierten Abmessungen (s.o.) sind bezeichnet.
Lastangriffspunkte, in denen die Schnittgrößen wirken (s. Reg. 1), sind in rot (Knotenlasten) und blau (Anschlusslasten) gekennzeichnet.
im Register 3 werden die Tragfähigkeiten des Anschlusses tabellarisch dargestellt
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Die Ausgabe erfolgt in direkter Anlehnung an das Kapitel Momententragfähige Trägerstöße und Träger-Stützenanschlüsse mit Stirnplatte des Ringbuchs Typisierte Anschlüsse im Stahlhochbau nach EC 3-1-8, Ergänzungsband 2018.
Die Berechnung basiert auf der Vorgehensweise, die im pcae-Modul 4H-EC3BT für biegesteife Trägerstöße und
Träger-Stützenanschlüsse verwendet wird.
Der Rechenablauf für geschraubte Stirnblechanschlüsse wird im Kapitel Komponentenmethode beschrieben.
Die Rotationssteifigkeit der Verbindung wird ermittelt, und der Querschnittsnachweis des Trägers wird geführt.
Voraussetzungen
geschraubter Stirnblechanschluss
Träger: keine Vouten, keine Neigung, typisiertes Profil der IPE- oder HE-Reihen
Stütze: keine Stegblechverstärkung, kein Futterblech
horizontale Steifen in Höhe des oberen und unteren Trägerflanschs als zwischenliegende Steifen,
Dicke der Steifen entspricht der Flanschdicke des Trägers,
Breite der Steifen entspricht mindestens der Flanschbreite des Trägers,
Schweißnahtdicken entsprechen der Nahtdicke zwischen Trägerflansch und Kopfplatte
Schnittgrößen: Druckspannung im Stützensteg σcom,wc ≤ 0.7·fy,wc, Übertragungsbeiwert β = 1
Schrauben: vorgespannt
Querschnittsnachweis: Elastisch-Plastisch,
Biege- und Querkrafttragfähigkeit mit der Komponentenmethode: Schraubengruppen nur bei Anschlüssen mit
zwei Schrauben je Reihe,
MN-Interaktion nach Cerfontaine,
Querkrafttragfähigkeit mit vereinfachter Berechnung,
Schweißnachweis: richtungsbezogenes Verfahren,
Nachweis der Steifen
Bedingung: VEd ≤ 0.5·Vpl,Rd
Es wird unterschieden, ob lediglich Tragfähigkeiten ermittelt oder Nachweise für eingegebene Schnittgrößenkombinationen geführt werden.
 
Sind keine Schnittgrößen vorgegeben, werden neben der plastischen Momententragfähigkeit des Trägerquerschnitts Mc,Rd der Bemessungswert der Momententragfähigkeit Mj1,Rd bei positivem Moment, Mj2,Rd bei negativem Moment, die Zugtragfähigkeit (ohne Biegung) Njt,Rd, die Drucktragfähigkeit Njc,Rd, die Querkrafttragfähigkeit Vj,Rd und die Anfangsrotationssteifigkeit Sj,ini angezeigt.
 
Sind Schnittgrößen vorhanden, werden die zur betrachteten Lastkombination zugehörigen Tragfähigkeiten sowie - anstelle der Anfangsrotationssteifigkeit Sj,ini - die vorhandene Rotationssteifigkeit Sj,Rd angegeben.
Außerdem wird die Ausnutzung U je Lastkombination angezeigt. Fehler werden markiert.
Sind Schnittgrößen vorgegeben, wird die maximale Ausnutzung am
Bildschirm angezeigt.
Zur Information wird der Anschluss in einer maßstäblichen Grafik dargestellt (s.a. Reg. 2).
 
das erste Register beinhaltet die Masken zur Eingabe der Bemessungsschnittgrößen
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Das Programm 4H-EC3IM bietet verschiedene Möglichkeiten zur Eingabe der Schnittgrößen an
werden die Schnittgrößen aus einem Stabwerks-Programm übernommen, sind häufig nur die Schnittgrößen im Knotenpunkt der Systemachsen von Träger und Stütze (s. Grafik Knoten j) verfügbar.
Hier wird die Vorzeichendefinition der Statik vorausgesetzt.
Das Vorzeichen der Querkraft ist in Abhängigkeit der Definition des Schnittufers in der Tragwerksbemessung
ggf. zu invertieren (s.u.).
Schnittgrößen im Anschnitt der Verbindung: Da der Anschluss eines Trägers an eine Stütze bemessen werden
soll, werden die Schnittgrößen direkt im Anschnitt (s. Grafik Schnitt A-A) bezogen auf die Systemachse erwartet.
Die Vorzeichendefinition kann entweder derjenigen der Statik oder derjenigen des EC 3-1-8 entsprechen.
Entspricht die Vorzeichendefinition der Statik, ist die Querkraft in Abhängigkeit der Definition des Schnittufers in der Tragwerksbemessung ggf. zu invertieren (s.o.)!
Es werden Trägerschnittgrößen eingegeben.
Bei einseitigem Anschluss wirken sie rechts (s. Grafik Schnitt A-A,
im EC 3-1-8 mit 1 bezeichnet) vom Anschlusspunkt.
Zur Identifikation kann jeder Schnittgröße eine Bezeichnung (Kurzbe-
schreibung) zugeordnet werden, die im Ausdruck aufgeführt wird.
Die Schnittgrößen werden in die intern verwendeten Bemessungs-
größen
transformiert.
Vorzeichen der Querkraft
Bei negativem Schnittufer ist das Vorzeichen der Querkraft zu invertieren.
Dies gilt z.B. bei einem Träger, der im Tragwerks-Programm von links nach rechts beschrieben wurde (gestrichelte
Linie unterhalb der Systemlinie) und dessen Anschluss an die Stütze sich rechts befindet.
Schnittgrößen importieren

Detailnachweisprogramme zur Bemessung von Anschlüssen (Träger/Stütze, Träger/Träger), Fußpunkten
(Stütze/Fundament) etc. benötigen Schnittgrößenkombinationen, die häufig von einem Tragwerksprogramm zur Verfügung gestellt werden.

Dabei handelt es sich i.d.R. um eine Vielzahl an Kombinationen, die im betrachteten Bemessungsschnitt des übergeordneten Tragwerkprogramms vorliegen und in das Anschlussprogramm übernommen werden sollen.
pcae stellt neben der 'per Hand'-Eingabe zwei verschiedene Mechanismen zur Verfügung, um Schnittgrößen in das vorliegende Programm zu integrieren.
Import aus einem 4H-Programm
Voraussetzung zur Anwendung des DTE®-Import-Werkzeugs ist, dass sich ein pcae-Programm auf dem Rechner befindet, das Ergebnisdaten exportieren kann.
Die Importschnittgrößen werden nur im Statik-Koordinatensystem übertragen (s.o.).
Import bei Träger-Stützenanschlüssen
... von einem Einzelschnitt bei Trägerstößen
Import aus einer Text-Datei
Die Schnittgrößenkombinationen können aus einer Text-Datei im ASCII-Format eingelesen werden.
Die Datensätze müssen in der Text-Datei in einer bestimmten Form vorliegen; der entsprechende Hinweis wird bei Betätigen des Einlese-Buttons gegeben.
Anschließend wird der Dateiname einschl. Pfad der entsprechenden Datei abgefragt.
Es werden sämtliche vorhandenen Datensätze eingelesen und in die Tabelle übernommen. Bereits bestehende Tabellenzeilen bleiben erhalten.
Wenn keine Daten gelesen werden können, erfolgt eine entsprechende Meldung am Bildschirm.
Die Schnittgrößen sind als Bemessungsgrößen bereits mit den Lastfaktoren für den Grenzzustand der Tragfähigkeit beaufschlagt und können auf zwei verschiedene Arten in das Programm eingegeben werden.
Knoten-Schnittgrößen beziehen sich auf den Knotenpunkt der Schwerachsen.
Knoten-Schnittgrößen sind häufig das Resultat einer vorangegangenen Stabwerksberechnung und mit der Vorzeichenregel des Statik-Koordinatensystems (positive Normalkraft = Zug, pos. Biegemoment = Zug unten) definiert.
Anschnitt-Schnittgrößen sind die senkrecht zur Anschlussebene wirkenden Bemessungsgrößen im
EC 3-1-8-Koordinatensystem (positive Normalkraft = Druck, positives Biegemoment = Zug oben), die den Tragfähigkeitsnachweisen zu Grunde liegen.
Knoten-Schnittgrößen müssen in die Bemessungsebene transformiert werden. Zu beachten ist, dass dabei keine äußeren Einwirkungen berücksichtigt werden!

Dabei wird mit Bemessungsebene (Anschlussebene) die Kontaktebene zwischen Träger und Stütze (bei Stößen die Kontaktebene zwischen den Trägern) bezeichnet. Bei Stirnplattenverbindungen ist dies der Anschluss der Stirnplatte
an die Stütze (bei Stößen die Mittelebene der beiden Stirnplatten).

Sind die Schnittgrößen im Knotenpunkt der Schwerachsen gegeben (KOS Statik), werden sie zunächst in die Anschluss-Schnittgrößen (KOS EC 3-1-8) bezogen auf die Schwerachse des Trägers transformiert.
Die Schnittgrößenkombination (Nd,Ed, Md,Ed, Vd,Ed) lässt sich auch direkt (Schnittgrößen im Anschnitt der Verbindung,
s. Register 1) eingeben.
Der Abstand zur Bildung des Moments wird berechnet zu
Die Teilschnittgrößen im Träger ergeben sich zu
Die Teilschnittgrößen im Stützenstegfeld ergeben sich zu
wobei bei geschraubten Verbindungen der innere Hebelarm z dem äquivalenten Hebelarm zeq entspricht.
Zur Berechnung von zeq s. Rotationssteifigkeit.
das vierte Register gibt einen Überblick über die ermittelten Ergebnisse
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Zur sofortigen Kontrolle werden die Ergebnisse in diesem Register lastfallweise übersichtlich zusammengestellt.
Eine Box zeigt an, ob ein Lastfall die Tragfähigkeit des Anschlusses überschritten hat (rot ausgekreuzt) oder wie viel Reserve noch vorhanden ist (grüner Balken).
Zur besseren Fehleranalyse oder zur Einschätzung der Tragkomponenten werden zudem die Einzelberechnungs-
ergebnisse protokolliert.
Rotationssteifigkeit und Verdrehung sind ebenfalls dargestellt.
Eine Meldung zeigt an, wenn ein Fehler aufgetreten oder die Tragfähigkeit überschritten ist.
Wenn die Ursache des Fehlers nicht sofort ersichtlich ist, sollte die Druckliste in der ausführlichen Ergebnisdarstellung geprüft werden.
Die maßgebende Lastkombination, die entweder zur maximalen Ausnutzung oder zu einem Fehler führt, wird gekennzeichnet.
Über den dreieckigen Action-Button kann das Druckdokument in der Standard-Darstellung direkt abgerufen werden.
Zur Info wird die maximale Ausnutzung am oberen Bildschirmrand wiederholt.
In der nachfolgenden Grafik sind die Parameterbezeichnungen aufgeführt, auf die im Programm 4H-EC3IM Bezug genommen wird, wenn ein (vertikaler) Träger-Stützenanschluss berechnet werden soll.
Bei einem Trägerstoß gelten die Parameterbezeichnungen ebenso (ohne bfc, e'1, e'2).
Grundlage zur Bemessung diverser Schraubenverbindungen ist das Modell eines äquivalenten T-Stummels.
Die Bezeichnungen der Abstände sind in der folgenden Skizze beschrieben.
Das Programm 4H-EC3IM, Typisierter IM-Anschluss, basiert auf den Grundlagen, die auch für das Programm
4H-EC3BT, Biegesteifer Trägeranschluss, gelten.
Die weiterführenden Erläuterungen zur Berechnung von geschraubten Stirnblechverbindungen gelten für beide Programme gleichermaßen.
Die Komponentenmethode ermöglicht die Berechnung beliebiger Anschlüsse von Doppel-T-Profilen für Tragwerksberechnungen (EC 3-1-8, 6.1.1).
Die Voraussetzungen für das Verfahren sowie die zur Anwendung kommenden Grundkomponenten sind im
Kapitel Allgemeines beschrieben.
Im Programm 4H-EC3IM werden Trägerstöße und Träger-Stützenanschlüsse berechnet.

Nach EC3-1-8 wird die Biegetragfähigkeit des Anschlusses aus den Tragfähigkeiten der einzelnen
Grundkomponenten ermittelt und der einwirkenden Bemessungsgröße gegenübergestellt.

Im Folgenden wird die Vorgehensweise zur Bemessung von geschraubten Stirnblech-Verbindungen mit der Komponentenmethode nach EC3-1-8, 6.2.7, erläutert.
 
Die Biege- und Normalkrafttragfähigkeit des Anschlusses wird
auf Seite der
Stütze mit den Grundkomponenten 1 bis 4
des Trägers mit den Grundkomponenten 7, 8
des Stirnblechs mit Grundkomponente 5
ermittelt.
Bei der Tragfähigkeit der Schrauben wirken für die Abscher-Lochleibungstragfähigkeit die Grundkomponenten 11 und 12,
für die Zugtragfähigkeit die Grundkomponente 10.
Die Tragfähigkeit der Schweißnähte zwischen Träger und Stirnblech wird über den Linienquerschnitt mit einbezogen.
Zur Bemessung der Schweißnähte
Biege- und Normalkrafttragfähigkeit mit der Komponentenmethode
Nach EC 3-1-8, 6.2.7.2, wird die Biegetragfähigkeit von Trägerstößen und Träger-Stützenanschlüssen mittels geschraubter Stirnblechverbindungen bestimmt über
Im Überstand darf sich nur eine Schraubenreihe befinden.
Der Druckpunkt einer Stirnplattenverbindung sollte im Zentrum des Spannungsblocks infolge der Druckkräfte liegen
(EC 3-1-8, 6.2.7.1(9)), vereinfachend in der Achse der Mittelebene des Trägerdruckflanschs (EC 3-1-8, 6.2.7.2(2)).
Die Nummerierung der Schraubenreihen geht von der Schraubenreihe aus, die am weitesten vom Druckpunkt
entfernt liegt (EC 3-1-8, 6.2.7.2(1)).
Die wirksame Tragfähigkeit einer Schraubenreihe r sollte als Minimum der Tragfähigkeiten einer einzelnen Schraubenreihe der Gkn 3, 4, 5, 8 bestimmt werden, wobei ggf. noch Reduktionen aus den Gkn 1, 2, 7
vorzunehmen sind.
Anschließend ist die Tragfähigkeit der Schraubenreihe als Teil einer Gruppe von Schraubenreihen der Gkn 3, 4, 5, 8
zu untersuchen; s. hierzu EC 3-1-8, 6.2.7.2(6-8).
Bei Trägerstößen werden die Grundkomponenten, die die Stütze betreffen, außer Betracht gelassen
(EC 3-1-8, 6.2.7.2(10).
Um ein mögliches Schraubenversagen auszuschließen, ist die Forderung nach EC 3-1-8, 6.2.7.2(9), einzuhalten.
Wird die wirksame Tragfähigkeit einer zuerst berechneten Schraubenreihe x größer als 1.9·Ft,Rd, ist die wirksame Tragfähigkeit aller weiteren Schraubenreihen r zu reduzieren, um folgender Bedingung zu genügen
Die Berechnung der Normalkrafttragfähigkeit wird im EC 3-1-8 nicht näher beschrieben. Eine konservative
Interaktion zwischen Biegung und Normalkraft erfolgt nach EC 3-1-8, 6.2.7.1(3) über die Beziehung
und kann mit den Tragfähigkeiten, die ohne Eingabe der Schnittgrößen berechnet wurden, durchgeführt werden.
Sind jedoch Schnittgrößen vorgegeben, wird in Anlehnung an das Ringbuch Typisierte Anschlüsse im Stahlhochbau, Ergänzungsband 2018 das Optimierungsverfahren nach F. Cerfontaine (in Jaspart/Weynand: Design of Joints in
Steel and Composite Structures
) zur Ermittlung der Ausnutzung verwendet.
Hierbei werden die Tragfähigkeiten der Grundkomponenten für jede Schraubenreihe einzeln sowie für Schrauben-gruppen und der Querkraft als Randbedingungen für das lineare Optimierungsproblem aufgefasst. Iterativ wird eine Lösung für den höchsten Laststeigerungsfaktor unter Momenten-, Normalkraft- und Querkraftbeanspruchung ermittelt. Der Laststeigerungsfaktor entspricht dem Kehrwert der Ausnutzung.
Das Programm 4H-EC3IM verfolgt zwei Berechnungszweige
sind keine Schnittgrößen vorgegeben bzw. sollen nur Tragfähigkeiten ermittelt werden (s. Reg. 1), wird die 'Original'-Komponentenmethode angewandt und die Tragfähigkeiten für reine Biegung mit Querkraft sowie reine Normalkraft (Angriffspunkt in der Systemachse) ermittelt
ist hingegen die maximale Ausnutzung aus einer Reihe von Schnittgrößen gesucht, wird zur M-N-V-Interaktion
das wirtschaftlichere Optimierungsverfahren verwendet

Anhand des folgenden Beispiels einer Träger-Stützenverbindung wird der Rechengang zur Ermittlung der Anschlusstragfähigkeit verdeutlicht.

Berechnung der Tragfähigkeit (Original-Komponentenmethode)
Zunächst werden die minimalen Tragfähigkeiten aus den zugehörigen Grundkomponenten ermittelt.
Dann werden die Tragfähigkeiten je Reihe abgemindert, damit die Gruppentragfähigkeit eingehalten wird.
Aus der Summe dieser Werte wird die reine Zugtragfähigkeit gebildet. Die Drucktragfähigkeit ergibt sich aus der Tragfähigkeit der Flansche.
Anschließend erfolgen die Abminderungen für die Druck- und Schubtragfähigkeiten.
Für die Tragkraft jeder Reihe wird die Kontrolle durchgeführt
und das Ergebnis schlussendlich protokolliert.
Jede der Grundkomponenten, die die Tragfähigkeit einer Schraubenreihe begrenzt hat (gekennzeichnet durch
ein >-Zeichen), wird als mögliche Versagensquelle des Anschlusses protokolliert.
Die Anschlusstragfähigkeiten ergeben sich zu
Mit ihnen kann die Ausnutzung bestimmt werden zu
wobei sich das einwirkende Moment auf den Druckpunkt in der Anschlussebene (die Kontaktebene zwischen Stirnblech und Stütze bzw. bei Stößen zwischen den Stirnblechen) bezieht.
Abscher-/Lochleibungstragfähigkeit mit der Komponentenmethode
Die Vorgehensweise wird anhand der Beispielberechnung erläutert.
Zunächst werden auch hier die minimalen Tragfähigkeiten aus den maßgebenden Grundkomponenten ermittelt.
Nach EC 3-1-8, Tab. 3.4, reduziert sich die Tragfähigkeit bei gleichzeitiger Wirkung von Querkraft und
Zugnormalkraft bei voller Ausnutzung der Biegetragfähigkeit. Vereinfachend wird hier der maximale
Abminderungsfaktor verwendet.
so dass sich die endgültigen Tragfähigkeiten je Schraubenreihe ergeben zu
Die Abscher-Lochleibungstragfähigkeit kann damit berechnet werden
Die Ausnutzung wird berechnet mit
Schubtragfähigkeit
Weiterhin ist die Tragfähigkeit des Stirnblechs selbst zu untersuchen.
Es wird die Tragfähigkeit des Blechs einschl. Schweißnähte für die Anschlusslänge (= Stegblechhöhe) ermittelt.
 
Außerdem darf die Schubtragfähigkeit des Stützenstegs nicht überschritten werden.
 
Nach EC 3-1-1, 6.2.8 reduziert sich die Tragfähigkeit bei Beanspruchung aus Biegung mit Querkraft, wenn die halbe plastische Schubtragfähigkeit überschritten wird. Dieser Wert wird daher abgeprüft.
Die Ausnutzung wird berechnet mit
Berechnung der Ausnutzung (M-N-V-Interaktion)
Die Tragfähigkeiten der zugehörigen Grundkomponenten bilden die Randbedingungen für das lineare Optimierungsproblem.
Iterativ wird eine Lösung gefunden, bei der sich die Zugtragfähigkeiten der einzelnen Schraubenreihen und die Drucktragfähigkeit der Flansche ergeben
Die Anschlusstragfähigkeiten ergeben sich nun zu
und
Die mittels MNV-Interaktion ermittelte Ausnutzung ergibt sich zu
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