Seite neu erstellt Mai 2022
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Programmübersicht
Bestelltext
Infos auf dieser Seite ... als pdf 
Haupteingabefenster ...............
Schnittgrößen / Ergebnisse .....
Stoßbrett einseitig ..................
Reg. Material / Stoßtyp ..........
Programmeinstellungen ...........
Stoßbrett beidseitig ................
Freies Material .......................
nationale Anhänge Eurocodes
Stoß Rothoblaas-Verbinder
Reg. Verbindungsmittel ..........
Stoß gekr. Vollgewindeschr.
Stoß Xfix C-Verbinder .............
 
Grat-/Kehlsparren ..................
Trägerstöße ..........................
Wandtafel ..............................
Pult-/Satteldach .....................
Verbindungsmittel .................
verstärkter Holzträger ...........
Kehlbalkenanschlüsse ...........
Holzträgeranschlüsse ............
zusammenges. Holztr. ..........
Auflagerausklinkungen ..........
Deckentafel ...........................
Schwingnachweis .................
Brettsperrholzverbindungen
Knotenpunkt EC 5 .................
Trägerdurchbrüche ................
Das Haupteingabefenster enthält drei Registerblätter, in denen die Eingabe der Parameter erfolgt.
Register Material / Stoßtyp zu Verbindertyp und Brettsperrholzmaterialien
Register Verbindungsmittel zu Schrauben, Nägeln, Klammern oder Bolzen
Register Schnittgrößen / Ergebnisse zur Eingabe charakteristischer Schnittgrößen
und Darstellung der Ausnutzungen
Buttonleiste
Standardmäßig befindet sich am oberen Bildschirmrand die Buttonleiste für die Hauptfunktionen des Programms.
Mit der geriffelten Grifffläche am rechten Rand kann die Buttonleiste mit der linken Maustaste "gegriffen" und an
anderer Stelle im Eingabefenster platziert werden.
Hinter den Buttons liegen folgende Funktionen
über den Abacus wird die Berechnung durchgeführt.
Die Resultate erscheinen im Ergebnisfenster unten.
ruft den Dialog zur Wahl des nationalen Anhangs auf
ruft den Dialog für die Bildschirm- und Druckeinstellungen auf
ruft die Druckvorschau auf
ruft den Druckdialog auf
sichert alle Eingaben
ruft die Hilfefunktion auf
verlässt das Programm
Im ersten Registerblatt wird der Verbindungstyp gewählt. Dazu erfolgen alle notwendigen Eingaben zu den verwendeten Brettsperrhölzern und ggf. den Stoßbrettmaterialien.
Verbindungstyp
Im ersten Eingabefeld wird mit den Optionsbuttons der Verbindungstyp gewählt.
Zur Auswahl stehen ...
eingelassenes Stoßbrett oben: Diese Verbindung wird oft als Liniengelenk betrachtet. In 4H-HBSV können aber auch hier Momente eingegeben werden, die dann auch nachgewiesen werden.
eingelassenes Stoßbrett unten: Hier gilt dasselbe wie für Stoßbrett oben, nur dass das Stoßbrett an der Unterseite eingelassen wird.
eingelassenes Stoßbrett beidseitig: Diese Verbindung ist biegesteif und kann alle Platten- und
Scheibenschnittgrößen übertragen
Vollgewindeschrauben unter 45°: Diese Verbindung wird oft als Liniengelenk betrachtet. In 4H>-HBSV können aber auch hier Momente eingegeben werden, die dann in die Schrauben geleitet und dort nachgewiesen werden.
Rothoblaas SLOT: Dieser Alu-Verbinder kann ausschließlich Scheibenschub (nxy) übertragen.
X-fix C 45: Dieser Holz-Verbinder kann Scheibenschub (nxy) und Scheibennormalkräfte (nyy) übertragen.
X-fix C 90: Hier gilt dasselbe wie für X-fix C 45, nur dass der Verbinder eine doppelte Bauhöhe und somit auch die doppelte Tragfähigkeit besitzt.
Stoßbrett
Bei Wahl eines Verbindungstyps mit Stoßbrett(ern) wird hier über die Optionsbuttons das zugehörige Material gewählt.
Zur Auswahl stehen ...
Sperrholz: Hier muss zusätzlich die Ausrichtung der Decklage angegeben werden.
Weiterhin OSB, Stahlblech und Aluminiumblech.
Die zugehörige Materialgüte wird über die Listbox definiert.
Geometrie
Hier wird der Verbindungsmittelabstand ex in Fugenlängsrichtung eingegeben.
In Abhängigkeit vom gewählten Verbindungstyp sind zusätzliche Eingaben erforderlich.
Breite und Dicke des Stoßbretts
Bei Rothoblaas SLOT - Verbindern ist die Eingabe des Spalts tgap zwischen den Brettsperrholzplatten erforderlich,
der < 5 mm sein muss.
Außerdem ist die Einschlagtiefe bin einzugeben.
Brettsperrholzelemente
In diesem Bereich werden alle Parameter zu den verwendeten Brettsperrholzplatten eingegeben.
Bei Brettsperrholz ist gemäß den Herstellerzulassungen die Anwendung in den Nutzungsklassen 1 und 2 erlaubt, die über die entsprechenden Optionsbuttons gewählt werden.
Ist die Option Plattenhersteller- und typ gleich aktiviert, braucht nur ein Plattentyp gewählt zu werden; der zweite wird automatisch übernommen.
Die Auswahl der Platten erfolgt über die Hersteller- und Typen-Listboxen.
Ist die Option Benutzerdefiniert aktiv, wird der entsprechende Button freigeschaltet. Ein Klick auf den Button öffnet das Fenster zur Eingabe der benutzerdefinierten Brettsperrholzplatte.
Die Ausrichtung der Decklagen zur Fuge wird über die entsprechenden Optionsbuttons festgelegt.
Prinzipskizze
Die Prinzipskizze erscheint unten rechts im Fenster und stellt den gewählten Verbindungstyp dar.
Das Bild dient außerdem zur Kontrolle der gewählten Ausrichtungen der Decklagen der Brettsperrholzplatten.
Folgende Einstellungen werden zur Definition eines freien Materials vorgenommen.
Für jedes Material kann ein beliebiger Name festgelegt werden.
Die folgenden Parameter sind in 4H-HBSV nicht relevant, da die Brettsperrholzplatten hier nicht nachgewiesen
werden. Der Vollständigkeit halber werden die Parameter aber beschrieben, da sie in anderen Programmen von Bedeutung sein können.
Wird die Option Schmalflächen verleimt gewählt, entfällt der Nachweis der Torsionsschubspannungen im Kreuzungspunkt (nur bei Scheibenberechnungen).
Die Schubfestigkeit und die Torsionsschubfestigkeit werden für die Schubnachweise relevant.
Die ideelle Abbrandrate ist für den Brandschutznachweis maßgebend.
In der Tabelle werden die einzelnen Brettschichten mit Holzart, -güte, Ausrichtung und Schichtdicke definiert.
Über den Button neue Brettlage wird eine neue Tabellenzeile und somit eine weitere Schicht erzeugt.
Durch Klicken des Mülleimer-Buttons wird die entsprechende Tabellenzeile gelöscht.
Über den Datenbankbutton können die neu definierten Brettsperrholztypen gespeichert und anderen Bauteilen zur Verfügung gestellt werden.
Wird im ersten Registerblatt ein Verbindungstyp mit Stoßbrett oder Vollgewindeschrauben unter 45° gewählt, muss hier ein zugehöriges Verbindungsmittel gewählt werden.
Im Falle von Rothoblaas- oder Xfix-Verbindern sind hier keine Eingaben erforderlich. Es wird dann lediglich im Info-Fenster unten rechts die charakteristische Tragfähigkeit des Verbinders angezeigt.
Die Auswahlbox enthält alle verwendbaren Verbindungsmittel.
Auswählbar sind nur die Verbindungsmittel, die aufgrund des gewählten Verbindungstyps (Stoßbrett, Vollgewindeschrauben unter 45° ...) zulässig sind.
Unter der Verbindungsmittelauswahlbox werden die erforderlichen Angaben zur Dimension des gewählten Verbindungsmittels vorgenommen sowie ggf. zusätzliche Parameter eingegeben.
Bei Nagel-, Schrauben- und Klammerverbindungen werden Durchmesser und Länge über die entsprechenden Listboxen gewählt.
Bei Nagel-, Schrauben- und Klammerverbindungen können die Größenangaben auch frei eingegeben werden.
Bei Bolzen oder Schrauben können Unterlegscheiben
gewählt werden.
Durch Aktivierung des Optionsknopfs automatisch wird der passende Scheibendurchmesser vom Programm gewählt.
In der rechten Hälfte des Registerblatts erscheinen in Abhängigkeit vom gewählten Verbindungsmittel zusätzliche Parameter oder Berechnungsoptionen.
Klammerverbindungen
Über die Listboxen werden Durchmesser und Länge der
Klammer gewählt.
Soll der Herausziehwiderstand Fax berechnet werden, ist die Eingabe der effektiven Länge lef erforderlich.
Durch Aktivierung der Option Benutzerdefiniert können freie Parameter eingegeben werden.
Um den Herausziehwiderstand Fax ansetzen zu können, müssen die Klammern geharzt sein.
Da in 4H-HBSV nur ausziehfeste Verbindungsmittel benutzt werden können, kann diese Option nicht deaktiviert werden.
Zugfestigkeit des Stahls
Holzschrauben
Eingabe und Berechnung erfolgen i.W. analog zu den Nagelverbindungen.
Da weder in /16/ noch in /41/ Werte für Auszieh- und Kopfzieh-parameter angegeben sind, werden die Werte der Klassen 2
und A nach /1/, Tab. 15, verwendet, sofern keine Unterleg-
scheibe gewählt wurde.
Die übrigen Optionen entsprechen denen der Nägel.
Durch Aktivierung der Option Benutzerdefiniert können freie Parameter eingegeben werden.
d1  bezeichnet den Kerndurchmesser und
lef  die Gewindelänge
 
SPAX-Schrauben
Eingabe und Berechnung erfolgen i.W. analog zu den Nagelverbindungen.
Bzgl. der charakteristischen Werte für die Ausziehparameter f1,k und die Kopfdurchziehparameter f2,k werden die Werte gemäß
/36/ und /37/ verwendet.
Über die Optionsknöpfe kann anstelle des üblichen Stahls
auch rostfreier Stahl gewählt werden.
Bei Schrauben mit Senkkopf kann zudem eine Unterlegscheibe eingebaut werden. Bei Wahl der Option automatisch wird der Scheibendurchmesser in Abhängigkeit vom Schraubendurch-messer vom Programm eingesetzt.
SPAX-Schrauben benutzerdefiniert
Die SPAX-Zulassung /37/ ermöglicht die Herstellung einer
Vielzahl von Schraubentypen mit unterschiedlichen Parametern.
Um dem Anspruch einer größtmöglichen Flexibilität gerecht zu werden, erlaubt 4H-HBSV daher die Eingabe frei definierter SPAX-Schrauben auf Basis der Zulassung.
Ob der gewählte Schraubentyp lieferbar ist, muss vom Anwender sichergestellt werden!
In der ersten Eingabezeile kann eine Bezeichnung der Schraube eingegeben werden.
Über die Listboxen werden Kopfform, Gewindeteil und die Schraubenspitze gewählt.
Als Material können Kohlenstoffstahl oder rostfreier Stahl gewählt werden.
Optional kann eine Unterlegscheibe gewählt werden.
Folgende geometrische Parameter können eingegeben werden
d Durchmesser
l Länge
lef,K Länge des Gewindes unter dem Kopf
lef,S Länge des Gewindes von der Spitze aus gemessen
dU Durchmesser der Unterlegscheibe
Würth-ASSY-plus VG-Schrauben
Eingabe und Berechnung erfolgen i.W. analog zu den Nagelverbindungen.
Bezüglich der charakteristischen Werte für die Ausziehparameter fax und die Kopfdurchziehparameter fhead werden die Werte gemäß /14/ bzw. /15/ verwendet.
Über die Optionsknöpfe kann anstelle des üblichen Stahls rostfreier Stahl gewählt werden.
Bei Schrauben mit Senkkopf kann eine Unterlegscheibe
eingebaut werden. Bei Wahl der Option automatisch wird der Scheibendurchmesser in Abhängigkeit vom Schraubendurchmesser vom Programm eingesetzt.
Bei Verwendung von Douglasien sind gemäß /15/, A.1.4.1, bei nicht vorgebohrten Schrauben die Mindestabstände in Faserrichtung um 50% zu erhöhen.
Schrauben mit einem Durchmesser ≥ 8 mm dürfen gemäß /15/, 4.2, ohne Vorbohren nur in die Holzarten Fichte, Tanne oder Kiefer eingeschraubt werden.
Würth-ASSY-Schrauben benutzerdefiniert

Die Würth-Zulassung /63/ ermöglicht die Herstellung einer Vielzahl von Schraubentypen mit unterschiedlichen Parametern.
Um dem Anspruch einer größtmöglichen Flexibilität gerecht zu werden, erlaubt das Programm daher die Eingabe frei definierter ASSY-Schrauben auf Basis der Zulassung.
Ob der gewählte Schraubentyp lieferbar ist, muss vom Anwender sichergestellt werden!
In der ersten Eingabezeile kann eine Bezeichnung für die Schraube eingegeben werden.
Über die Listboxen können Kopfform, Gewindeteil und die Schraubenspitze gewählt werden.
Als Material können Kohlenstoffstahl oder rostfreier Stahl gewählt werden.
Optional kann eine Unterlegscheibe gewählt werden. Hierbei kann zwischen einer gepressten und einer gedrehten Scheibe gewählt werden.
Folgende geometrische Parameter können eingegeben werden
d Durchmesser
l Länge
lef,K Länge des Gewindes unter dem Kopf
lef,S Länge des Gewindes von der Spitze aus gemessen
dU Durchmesser der Unterlegscheibe
Sondernägel

Eingabe und Berechnung erfolgen i.W. analog zu den Nagelverbindungen.
Bzgl. der charakteristischen Werte für die Ausziehparameter fax,k und die Kopfdurchzieh-parameter fhead,k sind Sondernägel gemäß /41/, NCI Zu 8.3.2, in Tragfähigkeitsklassen eingeteilt. 
Die Klassen 1, 2 oder 3 legen den Ausziehpara-meter fax,k fest; die Klassen A, B oder C den Kopfdurchziehparameter fhead,k.
Die Parameter werden /41/, 8.3.2, Tab. NA.16, entnommen.
Da die Klassen 1 und 2, sowie A und B gemäß den Zulassungen der Brettsperrholzhersteller nicht erlaubt sind, sind diese Optionen in 4H-HBSV deaktiviert.



Zugfestigkeit des Stahls
Bei Nägeln, Schrauben oder Klammern in Verbindung mit beid-seitigem Stoßbrett kann gewählt werden, ob die Verbindungsmittel nur von einer Seite (wechselseitig) oder von beiden Seiten (2-seitig) eingebracht werden.
Bolzen
Passbolzen, Bolzen und Gewindestangen werden entspr. /16/,
8.5 und 8.6, als stiftförmige Verbindungsmittel behandelt.
Die zugehörige Stahlgüte ist entspr. DIN EN 1993 auszuwählen.
Zur Berechnung des Ausziehwiderstands Fax,Rk ist der Durchmesser der Unterlegscheibe anzugeben.
Unterlegscheiben müssen einen Durchmesser dU ≥ 3 d haben.
Durch Wahl der Option automatisch wird der Scheibendurch-messer gemäß /8/, Tafel 9.38c, gewählt.
Nach /1/, 12.3 (1), werden Passbolzen rechnerisch wie
Stabdübel behandelt.
Verbindungen mit Gewindestangen werden gemäß /41/,
NCI NA.8.5.3 berechnet.
Der wirksame Durchmesser wird gemäß /2/, Tab. 12/7, wie folgt angesetzt
Nenndurchmesser [mm] wirksamer Durchmesser [mm]
6 5.39
8 7.23
10 9.08
12 10.90
16 14.80
20 18.50
24 22.20
30 27.90
Ergebnisfenster
In der rechten unteren Fensterhälfte befindet sich das Ergebnisfenster. Hier werden die charakteristischen Scher- und Ausziehtragfähigkeiten des Verbindungsmittels angezeigt.
Das dritte Registerblatt im Hauptfenster enthält die Tabellen zur Eingabe charakteristischer Schnittgrößen, die in der Fuge übertragen werden.
Die Bemessungslasten werden vom Programm automatisch ermittelt.
Außerdem weist ein Infofenster nach erfolgter Berechnung die Ausnutzungen der Einzelnachweise aus.
Folgende Schnittgrößen können in der Tabelle eingegeben werden
qy,k
Plattenquerkraft
nxy,k
Scheibenzug- / -druckkraft
nyy,k
Scheibenschubkraft
myy,k
Linienmoment
Schnittgrößen, die aufgrund des gewählten Verbindungstyps nicht übertragbar sind, werden deaktiviert.
Als Lastkategorien können Eigengewicht, ständige Lasten, Nutzlasten, Schnee, Wind und Erdbeben
gewählt werden.
Jede Lastkategorie kann über einen Optionsknopf aktiviert / deaktiviert werden,
In der Lastkategorie Schnee wird gemäß /35/, Tab. NA.1, bei Schnee zwischen der Lage über und
unter 1.000 m NN unterschieden.
Durch Anklicken der betreffenden Zelle in der Tabelle kann der entsprechende Wert eingetragen werden.
Die Navigation innerhalb der Tabelle erfolgt über die Tasten TAB (vorwärts) oder Shift-TAB (rückwärts) oder durch direktes Anklicken der Zelle.
Unter der Tabelle der Schnittgrößen erscheint nach Durchführung der Berechnung ein Infofenster mit den
Ausnutzungen der Einzelnachweise.
Sind alle Nachweise erfüllt, erhält das Fenster einen grünen und bei Überschreitungen einen roten Hintergrund.
Ein Klick auf den Optionsbutton öffnet den Dialog für die Bildschirm- und Druckeinstellungen.
Zum Bauteil können Vorbemerkungen gedruckt werden.
Nach Anklicken des Buttons Vorbemerkungen wird ein Fenster zur Texteingabe geöffnet.
Über die weiteren Buttons kann gewählt werden, ob in der Druckliste eine Ansicht und/oder ein Schnitt dargestellt werden.
Die Plotabmessungen werden in [cm] angegeben.
Zusätzlich kann als Erläuterung eine Skizze mit den Bezeichnungen der Verbindungsmittelabstände nach
DIN EN 1991-1 ausgegeben werden.
Weiterhin können die Parameter des gewählten nationalen Anhangs ausgegeben werden.
Bei Wahl der Option Maßgebende Schnittgrößen-kombination wird für jeden Nachweis nur die Schnittgrößenkombination gedruckt, die die größte Ausnutzung liefert.
 
Die Eurocode-Normen gelten nur in Verbindung mit ihren nationalen Anhängen in dem jeweiligen Land, in dem das Bauwerk erstellt werden soll.
Für ausgewählte Parameter können abweichend von den Eurocode-Empfehlungen (im Eurocode-Dokument mit 'ANMERKUNG' gekennzeichnet) landeseigene Werte bzw. Vorgehensweisen angegeben werden.
In pcae-Programmen können die veränderbaren Parameter in einem separaten Eigenschaftsblatt eingesehen und ggf. modifiziert werden.
Dieses Eigenschaftsblatt dient dazu, dem nach Eurocode zu bemessenden Bauteil ein nationales Anwendungsdokument (NA) zuzuordnen.
NAe enthalten die Parameter der nationalen Anhänge der verschiedenen Eurocodes (EC 0, EC 1, EC 2 ...) und ermöglichen den pcae-Programmen das Führen normengerechter Nachweise, obwohl sie von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt werden.
Die EC-Standardparameter (Empfehlungen ohne nationalen Bezug) wie auch die Parameter des deutschen nationalen Anhangs (NA-DE) sind grundsätzlich Teil der pcae-Software.
Darüber hinaus stellt pcae ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem weitere NAe aus Kopien der bestehenden NAe erstellt werden können. Dieses Werkzeug, das über ein eigenes Hilfedokument verfügt, wird normalerweise aus der Schublade des DTE®-Schreibtisches heraus aufgerufen. Einen direkten Zugang zu diesem Werkzeug liefert die kleine Schaltfläche hinter dem Schraubenziehersymbol.
Mechanisches Modell
Die Berechnung der Stoßvariante mit gekreuzten Vollgewindeschrauben erfolgt entspr. /67/, 4.4, und
wird gelenkig angenommen.
Manche Hersteller von Brettsperrholz geben in ihren Detailzeichnungen an, Fugendichtbänder in den Stoß zu legen, so dass auch tatsächlich von einem Gelenk auszugehen ist. Treten hierbei trotzdem Momente auf, müssen diese von den Schrauben aufgenommen werden.
4H-HBSV lässt daher auch bei diesem Stoß die Eingabe von Momenten zu, die dann von den Schrauben aufgenommen und nachgewiesen werden.
Berechnung der Schraubenkräfte
Das Bild unten zeigt die an einem Schraubenpaar angreifenden Kräfte in der Stoßfuge. Die Schraubenaxialkräfte Fax können dabei als Zug- oder Druckkraft wirken.
Für den Nachweis ist die aufnehmbare Druckkraft maßgebend, da diese geringer als die Zugkraft sein kann.
Für das Schraubenpaar werden die folgenden Einzelnachweise geführt.
Nachweis der aufnehmbaren Schraubenscherkraft pro Schraubenkreuz
Nachweis der aufnehmbaren Schraubenaxialkraft pro Schraubenkreuz
kombinierte Beanspruchung
ggf. Momentenbeanspruchung
Die Platten- und Scheibenschnittgrößen in der Fuge werden wie folgt auf die Kräfte der Schraubenpaare umgerechnet
Berechnung der Schraubenwiderstände
Die Berechnung der Schraubenwiderstände in Axialrichtung Fax und in Scherrichtung Fv muss unter Beachtung der Normen /16/ und /41/ sowie der Zulassungen der Schraubenhersteller /15/ und /37/ und auch der Hersteller der Brettsperrholzelemente /74/ - /78/ erfolgen.
Grundsätzlich sei an dieser Stelle bemerkt, dass weder die gültigen Normen noch die Zulassungen einen derartigen Anwendungsfall für Vollgewindeschrauben vorsehen.
Da die Scherfuge der Schrauben senkrecht zu den Seitenflächen des Brettsperrholzes liegt, wird der Widerstand Fv als "Abscheren der Schmalflächen" behandelt. Ansonsten könnten die Bedingungen für die Mindestabstände gemäß /16/ nicht oder nur unzureichend erfüllt werden.
Die Lochleibungsfestigkeit für das Abscheren in den Schmalflächen darf gemäß den Zulassungen der Brettsperrholzhersteller angenommen werden zu
Das aufnehmbare Biegemoment My,k der Schrauben wird gemäß /15/, A.2.2, und /37/, 3.9, berechnet.
Ansonsten wird die Berechnung des Scherwiderstands nach dem genaueren Berechnungsverfahren
nach /16/, 8.2, durchgeführt.
Die aufnehmbaren Axialkräfte werden nach /16/, 8.7.2, und nach /15/, A1.3.1 bis A1.3.3, sowie /37/, 3.9, durchgeführt.
Teilweise sind zusätzliche Bedingungen der Zulassungen der Brettsperrholzhersteller zu beachten, die hier im Einzelnen nicht beschrieben sind, die vom Programm aber berücksichtigt werden.
Mechanisches Modell
Die Berechnung dieser Stoßvariante erfolgt i.W. entspr. /67/, 4.5.
Der Stoß wird dort als gelenkig beschrieben. Diese Annahme ist jedoch fraglich, da auch hier die Übertragung von Momenten möglich ist. 4H-HBSV lässt daher auch bei diesem Stoß die Eingabe von Momenten zu.
Werden Momente eingegeben, erfolgt eine Fallunterscheidung.
bei positivem Moment mit oben eingelegtem Stoßbrett wird das Moment vollständig vom Stoßbrett aufgenommen.
Zusätzlich tritt eine axiale Zugkraft in den Verbindungsmitteln auf, die aus der Einspannwirkung des
Stoßbretts resultiert.
Das Gleiche gilt bei negativem Moment und unten eingelegtem Stoßbrett.
bei negativem Moment mit oben eingelegtem Stoßbrett wird das Moment in ein Kräftepaar zerlegt.
Die obere Zugkraft wird in das Stoßbrett und von dort als zusätzliche Scherkraft in die Verbindungsmittel geleitet.
Aus der exzentrischen Verbindungsmittelscherkraft resultiert zusätzlich ein Moment für das Stoßbrett.
Die untere Druckkraft wird von der Schmalseite im Brettsperrholz aufgenommen.
Analog gilt dies bei positivem Moment und unten eingelegtem Stoßbrett.
Die Fugennormalkräfte nyy werden vom Stoßbrett als Scherkräfte auf die Verbindungsmittel übertragen.
Auch hier entsteht ein Zusatzmoment im Stoßbrett aus der exzentrischen Kraftübertragung.
Übertragung der Querkräfte qy
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Das Bild zeigt die aus der Querkraft qy resultierenden Axialkräfte Zd in den Verbindungsmitteln.
vom Stoßbrett aufzunehmende Schnittgrößen
Das Stoßbrett wird durch die Querkraft qy belastet. Zusätzlich resultiert ein Moment aus der Einspannwirkung des Bretts, das auf der sicheren Seite liegend angenommen wird zu
Übertragung positiver Momente myy
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Die axiale Zugkraft Zd in den Verbindungsmitteln aus der Einspannwirkung des Stoßbretts ergibt sich zu
vom Stoßbrett aufzunehmende Schnittgrößen
Das Stoßbrett erhält das Moment myy.
Übertragung negativer Momente myy
vom Stoßbrett aufzunehmende Schnittgrößen
Der Schwerpunkt der Druckkraft stellt sich bei angenommener dreiecksförmiger Drucklastfigur im unteren Drittelspunkt der Druckzone (ho+hu) ein. Die Zugkraft n im Stoßbrett ergibt sich somit zu
Das Zusatzmoment Δm resultiert aus der exzentrischen Krafteinleitung der Verbindungsmittelscherkräfte Fv
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Die Verbindungsmittelscherkräfte ergeben sich aus
Es dürfen ausschließlich ausziehfeste Verbindungsmittel verwendet werden!
Übertragung der Normalkräfte nyy
Die Normalkräfte werden - mechanisch gesehen - ebenso wie die Normalkräfte n bei negativem Moment myy übertragen.
vom Stoßbrett aufzunehmende Schnittgrößen
Das Stoßbrett nimmt die volle Fugennormalkraft nyy auf.
Hinzu kommt ein Exzentrizitätsmoment Δm mit
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Die Fugennormalkraft nyy wird als Scherkraft in die Verbindungsmittel geleitet.
Übertragung der Normalkräfte nxy
vom Stoßbrett aufzunehmende Schnittgrößen
Das Stoßbrett nimmt die Fugennormalkraft nxy als Schubkraft v auf.
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Die Fugennormalkraft nxy wird als Scherkraft in die Verbindungsmittel geleitet.
Mechanisches Modell
Der Stoß mit beidseitig eingelassenen Stoßbrettern ist biegesteif.
Die Schnittgrößen werden wie folgt übertragen.
Übertragung der Querkräfte qy
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Das Bild zeigt die aus der Querkraft qy resultierenden Axialkräfte Zd in den Verbindungsmitteln. Für das untere Stoßbrett gilt die Skizze in punktgespiegelter Form.
von den Stoßbrettern aufzunehmende Schnittgrößen
Die Stoßbretter werden durch die Querkraft qy belastet. Zusätzlich resultiert ein Moment aus der Einspannwirkung des Bretts, das auf der sicheren Seite liegend angenommen wird zu
Übertragung der Momente myy
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Das Moment wird in ein Kräftepaar zerlegt, das in
den Schwerachsen der beiden Stoßbretter als Normalkräfte eingeleitet wird.
Der Hebelarm em der Kräfte errechnet sich zu
Somit ergibt sich für die Normalkräfte
Die Scherkräfte in den Verbindungsmitteln ergeben sich zu
von den Stoßbrettern aufzunehmende Schnittgrößen
Die Stoßbretter nehmen die Normalkräfte n auf
Aus der exzentrischen Krafteinleitung der Verbindungsmittelscherkräfte Fv resultiert ein Moment m mit
Übertragung der Normalkräfte nyy
Die Normalkräfte werden - mechanisch gesehen - ebenso wie die Normalkräfte n aus dem Moment myy übertragen.
von den Stoßbrettern aufzunehmende Schnittgrößen
Die Stoßbretter nehmen die volle Fugennormalkraft nyy auf.
Hinzu kommt ein Exzentrizitätsmoment Δm aus exzentrischer Lasteinleitung der Verbindungsmittelscherkräfte Fv mit
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Die Fugennormalkraft nyy wird als Scherkraft in die Verbindungsmittel geleitet.
Übertragung der Normalkräfte nxy
von den Stoßbrettern aufzunehmende Schnittgrößen
Die Stoßbretter nehmen die Fugennormalkraft nxy als Schubkraft v auf.
von den Verbindungsmitteln aufzunehmende Kräfte
Die Fugennormalkraft nxy wird als Scherkraft in die Verbindungsmittel geleitet.
Mechanisches Modell
Rothoblaas SLOT-Verbinder sind Aluminiumprofile mit ovalem Querschnitt und werden in Schlitze, die im Stoßbereich in die Brettsperrholzplatten eingefräst werden, eingeschlagen.
SLOT-Verbinder können ausschließlich Normalkräfte nxy übertragen.
Die Bemessung erfolgt gemäß Zulassungen /80/ und /81/.
Hierbei sollte beachtet werden, dass die Tragfähigkeit abhängig ist vom Spalt tgap zwischen den beiden Brettsperrholzplatten. tgap muss ≤ 5 mm sein.
Mechanisches Modell
Xfix C ist ein punktförmiger, selbstspannender Holz-Holz-Verbinder für die schub- und zugfeste Verbindung von Brettsperrholzdecken und Brettsperrholzwänden.
Der schwalbenschwanzförmige Holz-Holz-Verbinder in Keilform besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil wird in eine vorgefertigte Fräsung eingelegt; der zweite Teil wird durch Einschlagen fixiert.
X-fix C-Verbinder können ausschließlich Normalkräfte nxy und nyy übertragen.
Die Bemessung erfolgt gemäß Zulassungen /82/ und /83/.
zur Hauptseite 4H-HBSV, Brettsperrholzverbindungen