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Köcherbemessung Heft 411
... n. DBV ...........................
Plattenbemessung ...............
Ausführung "unbewehrt" .......
Biegebemessung .................
abhebende Plattenteile ........
Durchstanzen EC 2  .............
... DIN 1045-1 ......................
Schubbemessung ................
Ist das Bemessungsmodell Köcherbemessung nach Heft 411 im Eigenschaftsblatt der Köcherparameter gewählt,
erfolgt die Bemessung des Köchers gemäß Heft 411 des DAfStb (Untersuchung über das Tragverhalten von Köcherfundamenten), Abs. 11.
Diese Bemessungskraft wird für beide Belastungsrichtungen getrennt ermittelt. Maßgebend für die Bemessung ist
das Maximum aus beiden Richtungen.
In jedem Fall ist eine Mindestbewehrung von 0.3 % vom Köcherquerschnitt einzulegen.
Maßgebend für die Bemessung ist das auf der Oberkante der Fundamentplatte wirksame Moment aus der Stütze.
Das Programm bemisst hieraus für jede Lastrichtung eine symmetrische Bewehrung der gegenüberliegenden
Seiten.
Als Bemessungsquerschnitt wird der Hohlkasten angesetzt, der sich aus den unteren Abmessungen des Köchers ergibt. Die Normalkraft aus der Stütze wird dabei nicht angesetzt.
Vom Autor wird eine Erhöhung des Rechenwertes um 20 % empfohlen. Diese Erhöhung kann vom Anwender über
den Beiwert f bei den Bemessungsparametern für den Köcher gesteuert werden. (Voreinstellung ist f = 1.2).
Die Mindestbewehrung wird vom Programm dadurch garantiert, dass die errechnete erforderliche Bewehrung proportional erhöht wird, wenn diese nicht die geforderten 0.3 % vom Köcherquerschnitt erreicht.
Die erforderliche Einspanntiefe ist abhängig von Stützenbreite, Beton- und Stahlgüte.
Für große Exzentrizitäten von e/hSt > 2.5 wird die erforderliche Einspanntiefe um den Faktor f = (e/hSt) / 2.5 erhöht.
Die erforderliche Köcherwanddicke entspricht der halben Stützenbreite hw,erf = 0.5·hSt,max.
Bei konischen Köchern, deren Neigung möglichst steil sein sollte (≤ 10%), ist der Mittelwert auf halber
Höhe maßgebend.
Für geringere Exzentrizitäten mit e/hSt < 0.33 ist diese Bemessungsmethode nicht geeignet.
Sollte die maximale Exzentrizität aus allen Lastkollektiven diesen Wert unterschreiten, wird dies in der Zusammenfassung der Berechnung protokolliert und die Bemessung als nicht erfolgreich gewertet.
Für sehr große Exzentrizitäten (e/hSt > 2.5) wird eine Köcherprofilierung als zwingend notwendig erachtet.
Ist in diesem Fall eine glatte Schalung gewählt, wird dies vom Programm ebenfalls als Fehler behandelt.
Ist die Option Köcherbemessung nach DBV im Eigenschaftsblatt der Köcherparameter als Bemessungsmodell gewählt, erfolgt die Bemessung des Köchers nach Stabwerksmodellen aus einer Veröffentlichung des DBV (Beispiele zur Bemessung nach Eurocode 2, Ernst & Sohn, 1. Aufl. 2011, B. 1, Bsp. 11 und 12).
Voraussetzung für die Anwendung der Stabwerksmodelle ist eine ausreichende Verzahnung der Fuge, die einen nahezu monolithischen Verbund zwischen Stütze und Köcher ermöglicht.
Vom Programm wird daher angenommen, dass eine Verzahnung vorhanden ist, die den Anforderungen n.
DIN EN 1992-1-1, Bild 6.9, genügt (bzw. DIN 1045-1, Bild 35 a).
Nach dem rechts dargestellten statischen Modell wird die Stützenzugkraft wie bei einem Übergreifungsstoß auf die vertikale Köcherbewehrung übertragen.
Eine horizontale Bewehrung ist hier rechnerisch nicht erforderlich.
Die maßgebende Zugkraft in der Stützenbewehrung ergibt sich aus der erforderlichen Zugbewehrung in der Stütze. Um diese zu ermitteln, wird vom Programm eine Bemessung des Stützenquerschnitts für symmetrische Bewehrung durchgeführt.
Die Bemessungskräfte der vertikalen und horizontalen Köcherbewehrung ergeben sich direkt aus dem Bewehrungsversatz und dem Druckstrebenwinkel.
Die erforderliche Köcherbewehrung lässt sich aus den Bemessungskräften
direkt berechnen.
Der Druckstrebenwinkel Θ ist von der Rauigkeit der Vergussfuge abhängig und daher auch vom Anwender editierbar. Voreingestellt ist der Wert 45°.
Aus den Kraftkomponenten
errechnen sich horizontale und vertikale Bewehrung
des Köchers
Der Druckstrebenwinkel Θ ist von der Rauigkeit der Vergussfuge abhängig und daher auch vom Anwender editierbar. Voreingestellt ist der Wert 45°.
Die erforderliche Einbindetiefe und damit auch die Köchertiefe bzw. -höhe werden aus den n. DIN EN 1992-1-1:2011-01 und NA-Deutschland, Abs. 8.4 (bzw. DIN 1045-1:2008-08, Abs. 12.6), erforderlichen Verankerungs- und Übergreifungs-
längen ermittelt.
Die hier beschriebene Berechnung wird vom Programm für beide Belastungsrichtungen getrennt ausgeführt und die jeweils maßgebende erforderliche Bewehrung aus allen Lastkollektiven ermittelt.
Die Fundamentplatte ist für Biegung und gegen Durchstanzen zu bemessen.
Bei untergeordneten Bauwerken mit geringer Belastung darf diese Bemessung auch entfallen und die Platte unbewehrt ausgeführt werden. Ob die Voraussetzungen dafür gegeben sind, kann vom Programm überprüft werden.
Bei starker exzentrischer Belastung kann es zu abhebenden Plattenteilen kommen. Dies kann besonders bei geringer Plattendicke infolge Eigengewicht und Erdauflast zu Zugbelastungen am oberen Plattenrand führen.
Optional kann die Platte daher vom Programm auch für diese Beanspruchung bemessen werden.
Der Nachweis, dass die Platte unbewehrt ausgeführt werden darf, wird über die Ermittlung einer erforderlichen Plattenhöhe geführt.
Ist die erforderliche Plattenhöhe für alle Lastkollektive kleiner als die vorhandene, darf die Platte unbewehrt
ausgeführt werden. Jedoch ist in diesem Fall die zulässige Teilflächenbelastung gem. Eurocode 2, Abs. 6.7,
bzw. DIN 1054-1, Abs. 10.7, zu überprüfen.
Zur Biegebemessung wird eine linear verteilte Bodenpressung ermittelt, die zu den Einwirkungen des jeweiligen Lastkollektivs im Gleichgewicht steht.
Die Bodenpressung wird numerisch integriert und daraus das resultierende Moment in den Bemessungsschnitten berechnet. Mit diesem Moment wird dann eine einachsige Stahlbetonbemessung am Rechteckquerschnitt
durchgeführt.
Die Bemessungshöhe ist gleich der Höhe der Fundamentplatte, die Breite des Rechtecks ergibt sich aus der Richtung des Bemessungsschnitts.
Üblicherweise verlaufen die Bemessungsschnitte entlang des Stützenrandes bzw. bei aufgesetztem und profiliertem Köcher entlang des Köcherrandes. Für konservative Bemessung können die Bemessungsschnitte aber auch durch den Stützenschwerpunkt gelegt werden.
Optional können vom Anwender im Eigenschaftsblatt für die Fundamentplatte weitere Bemessungsschnitte definiert werden, die aber nur bei hohen zusätzlichen Lasteinleitungen außerhalb der Stütze maßgebend werden können.
Bei der Wahl der Bewehrung kann diese entspr. Heft 240, DAfStb, Abs. 2.5, verteilt werden. Dies hat einen
positiven Einfluss auf den Durchstanznachweis, weil mehr Bewehrung im kritischen Rundschnitt vorhanden ist.
Falls im Eigenschaftsblatt für die Fundamentplatte die entsprechende Option gesetzt wurde, wird überprüft,
ob infolge der resultierenden Bemessungsschnittgrößen für die Stahlbetonbemessung in der Bodenfuge ein
Teil der Platte abhebt.
Sollte ein Plattenteil abheben, wird aus den Lasten auf dem abhebenden Plattenteil das Moment in der Bodenpres-
sungsnulllinie ermittelt. Da diese nicht unbedingt senkrecht zur Bewehrungsrichtung verläuft, wird das Moment
entspr. Baumann (Zur Frage der Netzbewehrung von Flächentragwerken, Bauingenieur, Okt. 1972) auf die Bewehrungsrichtungen transformiert.
Damit wird eine erforderliche obere Bewehrung in der Fundamentplatte bemessen.
Die Berechnung des Durchstanznachweises verläuft wie folgt.
1. Ermittlung des kritischen Rundschnitts
2. Ermittlung der maßgebenden Einwirkung im kritischen Rundschnitt
3. Durchstanzwiderstand im kritischen Rundschnitt ermitteln
und falls zusätzliche Bewehrung erforderlich wird
4. Bemessung
5. Nachweis im äußeren Rundschnitt
Das Programm folgt den im Weiteren beschriebenen Regeln nach Abs. 6.4 des Eurocode 2 und den zugehörigen Einschränkungen und Erweiterungen des Nationalen Anhangs für Deutschland.
Nach Eurocode 2 sind die Abmessungen der Lasteinleitungsflächen nicht begrenzt.
Nach NA-Deutschland sind der Umfang dagegen auf u0 ≤ 12·d und bei rechteckigen Lasteinleitungsflächen das Seitenverhältnis auf a/b ≤ 2 beschränkt.
Bei Rundstützen mit u0 > 12·d ist im Rundschnitt statt des Nachweises gegen Durchstanzen nach Abs. 6.4 der Nachweis der Querkraft nach Abs. 6.2 zu führen.
Für größere Abmessungen von rechteckigen Lasteinleitungsflächen sind Teilrundschnitte entspr. Bild NA.6.12.1
zu ermitteln.
Für den Nachweis der Durchstanztragfähigkeit ohne Durchstanzbewehrung wird der sogenannte kritische
Rundschnitt u1 betrachtet.
Bei Deckenplatten wird der kritische Rundschnitt im Abstand 2.0·d angenommen, mit d als mittlerer statischer Nutzhöhe zweier orthogonaler Bewehrungsrichtungen (d = (dx+dy)/2).
Bei Fundamenten dagegen ergeben sich durch den Abzug des Sohldrucks unter dem Rundschnitt in Abhängigkeit des Stützenabstands unterschiedliche resultierende Querkraftbelastungen. Daher ist nach NA-Deutschland der für den kritischen Rundschnitt maßgebende Abstand acrit< 2·d iterativ zu ermitteln.
Bei schlanken Fundamenten mit λ > 2.0 darf zur Vereinfachung der Abstand des kritischen Rundschnitts zu
acrit = 1.0·d angenommen werden.
In diesem Fall darf allerdings nur noch die Hälfte der resultierenden Sohldruckpressung zur Reduzierung der einwirkenden Querkraft angesetzt werden.
Weitere Rundschnitte mit anderen Abständen sind nur dann zu betrachten, wenn Durchstanzbewehrung erforderlich wird (s. Bemessung).
Die einwirkende Querkraft VEd darf um den im betrachteten Rundschnitt nach oben gerichteten Sohldruck abzüglich der Fundamenteigenlast reduziert werden.
Daraus ist die maximale Querkraft im Rundschnitt und je Flächeneinheit wie folgt zu ermitteln.
Mit dem Lasterhöhungsfaktor β wird dabei eine ungleichmäßige Verteilung der Querkraft infolge exzentrischer Belastung im Rundschnitt berücksichtigt.
Auf der Annahme einer vollplastischen Schubspannungsverteilung im Rundschnitt basierend berechnet sich β nach dem genaueren Verfahren wie folgt.
Da auch bei Innenstützen niemals eine gleichmäßige Verteilung zu erwarten ist, liegt der Mindestwert für β bei 1.10.
Das Widerstandsmoment entlang des kritischen Rundschnitts wird vom Programm numerisch ermittelt und kann damit allgemeingültig für alle Randsituationen und Anordnungen von Aussparungen berechnet werden.
In ausgesteiften Systemen ohne wesentliche Spannweitenunterschiede dürfen Näherungswerte - unabhängig von der Lastausmitte - verwendet werden (Bild 6.21).
Nach NA-Deutschland gilt für Randstützen die Einschränkung, dass ab einer Lastausmitte von e/c ≥ 1.2 das genauere Verfahren (s. oben) angewendet werden muss.
Da der Nachweis gegen Durchstanzen ohne Durchstanzbewehrung bei Deckenplatten für den Abstand 2·d formuliert ist, ist Gl. 6.47 zur Betrachtung anderer Rundschnitte um den Faktor 2·d/a zu ergänzen.
Der Bemessungswert des Durchstanzwiderstands ohne Durchstanzbewehrung für Fundamente ergibt sich damit zu
Nachweis ohne Bewehrung
Eine Durchstanzbewehrung ist nicht erforderlich, falls folgende Bedingung erfüllt ist.
Ist diese Bedingung nicht erfüllt, wird vom Programm die hierfür erforderliche Zuglängsbewehrung ermittelt.
Ist dabei der zulässige Längsbewehrungsgrad (s. oben) eingehalten, wird eine Zulage für die Zuglängsbewehrung gewählt. Erst wenn auch dies nicht möglich ist, wird vom Programm eine Bemessung für Durchstanzbewehrung durchgeführt.
Maximaltragfähigkeit
Der Nachweis der Betondruckstrebe bzw. die Maximaltragfähigkeit wird bei Flachdecken ebenfalls im kritischen Rundschnitt nachgewiesen.
Nach NA-Deutschland ist die Maximaltragfähigkeit als 1.4-faches der Tragfähigkeit ohne Durchstanzbewehrung definiert, wobei der ggf. positive Einfluss einer Vorspannung nicht berücksichtigt werden darf.
Für den Fall, dass diese Bedingung nicht erfüllt ist, wird vom Programm ebenfalls durch Erhöhung der Zuglängsbewehrung versucht, den Widerstandswert zu erhöhen.
Sollte dabei der zulässige Längsbewehrungsgrad überschritten werden, ist ein Durchstanznachweis auch mit Durchstanzbewehrung nicht zu erbringen.
Bemessung
Nach NA-Deutschland ist aufgrund der steileren Neigung der Druckstreben die maßgebende Querkraft β·VEd,red von den ersten beiden Bewehrungsreihen ohne Abzug eines Betontraganteils aufzunehmen.
Für Bügel gilt
Für aufgebogene Bewehrung gilt
Ist der Nachweis des äußeren Rundschnitts bzgl. der 2. Bewehrungsreihe nicht erfüllt, sind weitere Reihen erforderlich. Je weitere Reihe sind 33% von Asw,1+2 einzulegen.
Konstruktionsregeln
Nach NA-Deutschland ist die Bewehrungsmenge Asw,1+2 gleichmäßig auf die ersten beiden Reihen aufzuteilen.
Diese Reihen haben die Abstände a1 = 0.3·d und a2 = 0.8·d von Stützenrand.
Weitere Bewehrungsreihen sind mit maximal 0.75·d Abstand zwischen den Reihen anzuordnen
(s. hierzu Bild 9.10DE c)).
Darüber hinaus darf bei gedrungenen Fundamenten eine eventuell erforderliche dritte Reihe nur 0.5·d von der
zweiten entfernt sein.
Mit dem Nachweis im äußeren Rundschnitt uout wird nachgewiesen, dass keine weitere Durchstanzbewehrung erforderlich ist.
Die äußerste Reihe der Durchstanzbewehrung darf nicht mehr als 1.5·d von uout entfernt sein.
Nach NA-Deutschland ist dort im Gegensatz zum kritischen Rundschnitt nicht der Durchstanzwiderstand
(n. Gl. 6.47), sondern die Querkrafttragfähigkeit (n. Abs. 6.2.2(1)) nachzuweisen.
Bei der Bemessung für Bügelbewehrung werden vom Programm solange weitere Bewehrungsreihen angeordnet
bis der Nachweis im zugehörigen Rundschnitt uout der letzen Reihe erfüllt ist.
Bei Berechnung n. DIN 1045-1:2008-08 werden vom Programm folgende Schritte für jedes Lastkollektiv durchgeführt.
Eine detaillierte Darstellung der Berechnung wird aus Platzgründen nur für das maßgebende Lastkollektiv ausgegeben.
bei verschieblichen Systemen wird der Beiwert β nach einem Ansatz von Nölting ermittelt
Ermittlung des kritischen Rundschnitts im Abstand 1.5·dm (mittlere statische Nutzhöhe) von der Lasteinleitungsfläche und der aufzunehmenden Querkraft im kritischen Rundschnitt
die Querkrafttragfähigkeit ohne Durchstanzbewehrung im kritischen Rundschnitt
die maximale Querkrafttragfähigkeit und Bestimmung des Bemessungsfalls durch Gegenüberstellung des Wertes der aufzunehmenden Querkraft im kritischen Rundschnitt mit den Grenzwerten der Tragfähigkeit.
Dabei kann es zu folgenden Bemessungsfällen kommen.
 
je nach Bemessungsfall Erhöhung der Längsbewehrung bis zu dem erforderlichen Bewehrungsgrad und/oder Ermittlung einer Durchstanzbewehrung
wenn eine Durchstanzbewehrung ermittelt wurde, Nachweis des äußeren Rundschnitts
Der folgende Ansatz nach D. Nölting stammt aus Beton und Stahlbetonbau Nr. 96, Jahrgg. 2001, Heft 8.
Nölting ermittelt dort einen Quotienten aus Lastexzentrizitätsfaktor und Durchmesser.
Der Beiwert β berücksichtigt damit sowohl die Belastungs- als auch die geometrische Situation.
Sofern eine Durchstanzbewehrung erforderlich wird, sind mehrere Rundschnitte zu ermitteln.
Die Rundschnitte sind i.W. abhängig von ihrem Abstand r zum Stützenrand. Im Fall des kritischen Rundschnitts ist dieser gleich
1.5·dm (mittlere statische Nutzhöhe).
Die Vorgehensweise bei der Bestimmung des Rundschnittumfangs bzw. der maßgebenden Abschnitte des Rundschnitts ist immer gleich.
Da die Rundschnitte durch den Abstand vom Stützenrand und nicht als Radius um den Stützenschwerpunkt
definiert sind, ergeben sich in Abhängigkeit des Querschnitts der Lasteinleitungsfläche unterschiedliche Formen
für den Rundschnitt.
Die Abmessungen der Lasteinleitungsfläche dürfen nicht beliebig groß werden.
Nach DIN 1045-1, Abs. 10.5.2 (1), ist der Durchstanz-nachweis bei Kreisstützen auf einen Durchmesser von
höchstens 3.5·dm beschränkt.
Für Rechteckstützen gilt, dass bei großen Abmessungen nur bestimmte Abschnitte des Rundschnitts angesetzt werden dürfen, wie in der nebenstehenden Abbildung dargestellt.
Da diese Einschränkungen i.W. an die statische Nutzhöhe gekoppelt sind, werden sie für Fundamente, die meist eine hohe Nutzhöhe besitzen, nur selten maßgebend werden.
Vom Programm werden diese Einschränkungen, wenn nötig, beachtet.
 
Beispiel: rechteckige Innenstütze mit den Abmessungen 150/80, mittlere statische Nutzhöhe von 20 cm und Durchstanzbewehrung aus fünf Bügelreihen
Die aufzunehmende Querkraft eines Rundschnitts berechnet sich aus dem Bemessungswert der Querkraft
bzw. der Stützennormalkraft abzgl. der Bodenpressung, die durch die zugehörige Schnittgrößenkombination
hervorgerufen wird.
Bei einer Bodenplatte bzw. einem Fundament darf n. DIN 1045-1, Abs.10.5.3 (4), aber nur die halbe Fläche innerhalb des kritischen Rundschnitts angesetzt werden.
Kriterium gedrungenes Fundament: der kleinste Stützenrandabstand ist aR < 3·dm (mittlere statische Nutzhöhe).
Vorgehensweise im Programm 4H-FUND
Reduzierung des Abstands für den kritischen Rundschnitt
dafür voller Abzug der Bodenpressung unter dem verkleinerten Rundschnitt
Erhöhung der Tragfähigkeit ohne Durchstanzbewehrung im Verhältnis der Umfangsreduzierung des
kritischen Rundschnitts bezogen auf einen kritischen Rundschnitt ohne reduzierten Stützenabstand,
mindestens aber um 20 %
falls eine Durchstanzbewehrung erforderlich wird, sollte der erste Bemessungsschnitt bereits in den
Abstand 0.3·dm (statt 0.5·dm) vom Stützenrand gelegt werden
Dieser Empfehlung kann allerdings aus konstruktiven Gründen nicht immer entsprochen werden.
Daher kann der Abstand im Eigenschaftsblatt der Fundamentplatte auch manuell eingestellt werden.
Liegt ein gedrungenes Fundament vor, wird die Berechnung vom Programm unter den genannten
Änderungen durchgeführt; sollte der Randabstand sogar kleiner als die statische Nutzhöhe werden,
entfällt der Durchstanznachweis.
Die maximale Querkraftragfähigkeit ist der Grenzwert, den die einwirkende Querkraft auch dann nicht übersteigen
darf, wenn eine Durchstanzbewehrung eingelegt wird.
Sie ergibt sich als Vielfaches des Grenzwerts ohne Durchstanzbewehrung.
In DIN 1045-1, Abs. 10.5.5, wird in die Bemessung von Durchstanzbewehrung rechtwinklig zur Plattenebene (Bügelreihen) und mit Schrägstäben unterschieden.
Der Anwender kann die Entscheidung der Art der Durchstanzbewehrung im Registerblatt Durchstanzen des Eigenschaftsblatts der Fundamentplatte treffen. Eine Mischung beider Varianten lässt das Programm nicht zu.
Alle weiteren konstruktiv notwendigen Angaben zur Durchstanzbewehrung lassen sich ebenfalls dort einstellen.
Für beide Bewehrungsvarianten gilt, dass der Stabdurchmesser in Abhängigkeit der mittleren statischen Nutzhöhe (dm) begrenzt ist (DIN 1045-1, Abs. 13.3.3 (6)).
Diese Begrenzung wird vom Programm bei der Wahl der Bewehrung berücksichtigt.
Außerdem muss bei beiden Varianten der Nachweis des äußeren Rundschnitts in einer Entfernung von 1.5·dm
erbracht werden.
Der Rundschnitt oder auch Nachweisschnitt der ersten Bewehrungsreihe liegt meist im Abstand 0.5·dm (mittlere statische Nutzhöhe) vom Stützenrand entfernt ( s.o.).
Die statisch erforderliche Bewehrung der ersten Bewehrungsreihe ergibt sich nach Umstellen von Gl. 108
aus DIN 1045-1 wie folgt.
Für alle weiteren Bewehrungsreihen, mit konstantem Abstand sw untereinander, gilt nach Gl. 109
Nach DIN 1045-1, Abs.10.5.5 (5), ist zusätzlich zu den Anforderungen der baulichen Durchbildung eine Mindestbewehrung einzuhalten, die sich je Nachweisschnitt errechnet.
Im Ausgabedokument werden diese Ergebnisse in Tabellenform je Nachweisschnitt dargestellt.
Alle geführten Nachweisschnitte von Bewehrungsreihen werden grafisch dargestellt.
Der erste Rundschnitt oder auch Nachweisschnitt ist im Abstand von 0.5·dm (mittlere statische Nutzhöhe) zu führen.
Die statisch erforderliche Bewehrung der ersten Bewehrungsreihe ergibt sich nach Umstellen von Gl. 111
aus DIN 1045-1 wie folgt.
Nach DIN 1045-1, Abs.10.5.5 (5), ist zusätzlich zu den Anforderungen der baulichen Durchbildung eine Mindestbewehrung einzuhalten.
Der äußere Rundschnitt liegt in einem Abstand von 1.5·dm (mittlere statische Nutzhöhe) von der letzten
Bewehrungsreihe entfernt.
Die Querkrafttragfähigkeit längs des Rundschnitts berechnet sich n. DIN 1045-1, Abs. 10.5.5 (4), als das
κa-fache der Querkrafttragfähigkeit des kritischen Rundschnitts.
Mit dem Beiwert κa wird der Übergang zum Plattenbereich mit der Tragfähigkeit n. DIN 1045-1, 10.3.3,
berücksichtigt.
Die Länge lw ist die Breite des Bereichs mit Durchstanzbewehrung außerhalb der Lasteinleitungsfläche (s. Abb.).
Im Eigenschaftsblatt für die Angaben zur Fundamentplatte können vom Anwender im Register Schubbemessung Schnitte definiert werden.
Für jeden dieser Schnitte wird für alle vom Programm ermittelten Lastkombinationen zur Stahlbetonbemessung eine Schubbemessung durchgeführt.
Die Bemessung erfolgt unter folgenden Vorgaben
die Bemessung erfolgt für senkrechte Bügel (α = 90°)
als relevante Bewehrung in der Zugzone wird die vom Anwender als untere Bewehrung
gewählte Bewehrung angesetzt
der innere Hebelarm z wird mit 0.9·d (d für statische Nutzhöhe) angenommen
der Druckstrebenwinkel θ wird automatisch bzw. bewehrungsminimierend gewählt
Nähere Angaben zur Vorgehensweise bei der Schubbemessung s. im Internet unter www.pcae.de und dort Stahlbetontheorie - Schubbemessung.
Die dortigen Erläuterungen sind jedoch allgemeiner Natur. Demzufolge haben nicht alle dortigen Angaben für dieses Programm Relevanz.
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