Seite neu erstellt Oktober 2012
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Balkenträger sind T-förmige Blechformteile, die zur Erstellung von Balkenanschlüssen an Holzträger oder Holzstützen eingesetzt werden.
Sie bestehen aus 3 mm dickem, gekanteten Stahlblech oder 6 mm dicken stranggepressten Aluminiumprofilen.
In beiden Fällen besteht der Balkenträger aus einer Rückenplatte und einem Steg.
Die Rückenplatte weist zwei oder vier Reihen 5 mm großer Bohrungen auf, die zur Befestigung des Balkenträgers mittels Sondernägeln oder Sonderschrauben an der Seitenfläche einer Holzstütze oder einen Balkens dienen.
Der Steg des Stahlblech-Balkenträgers  hat  Bohrungen mit 8.5 bzw. 13 mm Durchmesser, die zur Befestigung am Nebenträger mittels Stabdübeln dienen.
Die oberste Bohrung im Steg ist  trichterförmig nach außen geöffnet und kann somit als Montagehilfe genutzt werden.
Bei Aluminium-Balkenträgern sind im Steg keine Bohrungen vorhanden. Sie werden nachträglich durch die bereits im Holz vorhandenen Löcher gebohrt. Dadurch ist eine besonders hohe Passgenauigkeit der Bohrungen im Holz und Aluminium gewährleistet.
Für den Einsatz im bauaufsichtlichen Bereich müssen Balkenträger eine Zulassung haben, die in Form einer vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) ausgestellten deutschen Zulassung (BAZ-Dokument) oder einer europäischen Zulassung (ETA-Dokument, European Technical Approval) vorliegen kann.
ETAs können nicht nur vom DIBT, sondern auch von anderen europäischen Instituten ausgestellt werden. Dies ist
im Zuge der Eurocode-Einführung immer häufiger der Fall. Die Zulassungsnummer muss auf jedem Balkenträger eingeprägt sein.
Balkenträger aus Stahl, vierreihig
Balkenträger aus Aluminium, vierreihig
Für die Berechnung der Tragfähigkeit von Balkenträgeranschlüssen müssen zwei Anschlusskomponenten untersucht werden. Dies sind der Anschluss des Balkenträgerstegs im Nebenträger und der Anschluss der Rückenplatte des Balkenträgers am Hauptträger. Die nachfolgende Abbildung zeigt diese Anschlusskomponenten.
Für den Anschluss des Balkenträgerstegs wird der Nebenträger geschlitzt und mit Hilfe von Stabdübeln befestigt.
Im Sinne von EC 5 und DIN 1052 ist dies eine zweischnittige Verbindung mit innen liegendem Blech.
Die Berechnung solcher Verbindungen erfolgt auf der Grundlage der Johansen-Theorie mit Hilfe von einzelnen Versagenszuständen; d.h., es wird untersucht, ob das Verbindungsmittel oder das Holz zuerst versagt.
Dieses Verfahren wird als genaues Berechnungsverfahren bezeichnet.
Für das mittig eingeschlitzte Blech sind drei Versagenszustände möglich.
Für den Fall Versagen der Holzleibung kann die zugehörige charakteristische Tragfähigkeit mit Hilfe folgender Gleichungen n. EC 5 und DIN 1052 bestimmt werden.
Wenn Holzleibung und Stabdübel gleichzeitig versagen, ergibt sich die Tragfähigkeit der Verbindung
n. EC 5 bzw. DIN 1052 zu
Der dritte mögliche Versagenszustand ist das Versagen des Stabdübels. Die Tragfähigkeit kann dann gemäß
EC 5 und DIN 1052 mit Hilfe der Gleichungen
berechnet werden.
Aus den Fv,Rk- bzw. Rk-Werten muss nun mit Hilfe des zugehörigen Materialsicherheitsbeiwerts γM und des Modifikationsbeiwerts kmod der Bemessungswert der Tragfähigkeit Fv,Rd bzw. Rd berechnet werden.
Der kleinste sich hierbei ergebende Wert ist die Tragfähigkeit der Stabdübelverbindung.
Neben der beschriebenen Tragfähigkeitsberechnung mit Hilfe von Versagenszuständen bieten die Normen eine weitere Möglichkeit für die Berechnung der Tragfähigkeit von Verbindungen an. Bei diesem sogenannten vereinfachten Berechnungsverfahren wird angenommen, dass das Verbindungsmittel zuerst versagt.
Die zugehörige Tragfähigkeit kann mit Hilfe der folgenden Gleichungen nach NA EC 5 und DIN 1052 berechnet werden.
Zusätzlich muss für das Holz eine Mindestdicke treq berechnet werden, die vorhanden sein muss, damit  das angenommene Stabdübelversagen auch zuerst auftritt.
Wenn der Wert treq kleiner als die vorhandene Balkenbreite t1 ist, muss die Tragfähigkeit mit dem Verhältnis t1/treq abgemindert werden.
Im weiteren Verlauf der Tragfähigkeitsberechnung des Balkenträgeranschlusses muss der Anschluss der Rückenplatte des Balkenträgers an den Hauptträger untersucht werden.
Der Anschluss erfolgt mit Hilfe von Sondernägeln. Im Sinne von EC 5 und DIN 1052 handelt es sich bei der Verbindung um eine einschnittige Blech-Holz-Verbindung.
Die Tragfähigkeitsberechnung erfolgt auch hier auf der Grundlage des Verfahrens von Johansen.
Der Ablauf der Berechnung erfolgt analog der Berechnung von Balkenschuhanschlüssen.
Die Beschreibung der Vorgehensweise und die Tragfähigkeitsgleichungen können dem Abschnitt Nagelberechnung entnommen werden.
Die in den obigen Gleichungen auftretenden Größen haben folgende Bedeutungen
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