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Das Eigenschaftsblatt Nachweisparameter enthält alle Angaben für die Nachweisführung.
An oberster Stelle ist der Plattentyp festzulegen.
Es kann entweder das Durchstanzen durch eine Deckenplatte oder eine Bodenplatte untersucht werden.
Das Programm ist für den Nachweis entsprechend des Eurocodes konzipiert.
Zu Vergleichszwecken kann aber auch auf den Nachweis nach DIN 1045-1 in ihrer zuletzt gültigen Fassung umgestellt werden.
Im DIN-Modus kann nur mit einer Lastkombination gearbeitet werden!
 
Hier sind die Betongüte der Platte und die Stahlgüte der eventuell einzulegenden Durchstanzbewehrung anzugeben.
Um den Einfluss einer ungleichmäßigen Querkraftverteilung infolge Rand- oder Lastsituation zu berücksichtigen, wird der Bemessungswert der Schubspannung mit einem Lasterhöhungsfaktor beaufschlagt.
Dieser Lasterhöhungsfaktor kann bei ausgesteiften Systemen als konstanter Faktor, unabhängig von der eigentlichen Momentenbelastung, entsprechend Bild 6.21 der Norm gewählt werden.
Das genauere Verfahren nach Abschnitt 6.4.3(3) berücksichtigt dagegen die angegebenen Momentenbelastungen und ist bei nicht ausgesteiften Systemen das einzig zulässige, das in der Norm behandelt wird.
Soll der Faktor anderweitig ermittelt werden, kann er auch direkt vorgegeben werden.
Die vorhandene Zuglängsbewehrung ist je Achsrichtung vorzugeben.
Bei Deckenplatten ist dies die obere und bei Bodenplatten die untere Längsbewehrung.
Hier ist der Mittelwert im Bereich von 3·d links und rechts der Stütze anzugeben.
Bei eventuell notwendiger Durchstanzbewehrung ist die Breite um die Länge des durchstanzbewehrten Bereiches zu erhöhen.
Außerdem ist sicherzustellen, dass die Bewehrung außerhalb des relevanten Bereiches verankert ist.
Sollte der Durchstanzwiderstand ohne Durchstanzbewehrung nicht ausreichend sein, ist zusätzliche
Bewehrung einzulegen.
Ist die Option Durchstanzbewehrung möglichst vermeiden aktiviert, wird eine zusätzliche Längsbewehrung
ermittelt, um den Nachweis ohne Durchstanzbewehrung zu erfüllen, sofern dadurch nicht der maximal ansetzbare Längsbewehrungsgrad überschritten wird.
Ist eine Durchstanzbewehrung nicht zu vermeiden, kann diese für Bügelbewehrung oder aufgebogene Längsbewehrung bemessen werden.
Bei Bügelbewehrung sind mindestens zwei, ggf. mehrere Reihen anzuordnen.
Der Abstand zwischen den Bügelreihen kann mit sw = 0.5·d bis 0.75·d gewählt werden.
Bei aufgebogener Längsbewehrung kann der Neigungswinkel zur Plattenebene zwischen 45° und 60°
variiert werden.
Die aufgebogene Bewehrung wird zwar in nur einem Rundschnitt bemessen, sie darf aber auf einen Bereich
bis zu lw = 1.5·d verteilt angeordnet werden.
Um die Querkrafttragfähigkeit sicherzustellen, sind nach Nationalem Anhang für Deutschland die Platten im Bereich der Stützen für Mindestmomente zu bemessen.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, wird eine Mindestlängsbewehrung nach Tabelle NA.6.1.1 vom Programm
ermittelt und ausgewiesen.
Das Eigenschaftsblatt zur Eingabe der Geometriedaten enthält ein vierteiliges Register.
Die ersten drei Registerblätter enthalten jeweils eine Prinzipskizze der Draufsicht bzw. einer Ansicht.
Um die Abmessungen und Randabstände der aktuellen Lasteinleitungssituation ändern zu können, müssen die Werte in den blau dargestellten Maßketten mit der linken Maustaste angeklickt werden.
Alle Vermassungen sind in cm einzugeben.
Die meisten Abmessungen und Randabstände können sowohl in der Draufsicht als auch in einer der beiden Ansichten verändert werden.
Da die Eingabemöglichkeiten gekoppelt sind, ist nur eine Angabe erforderlich.
Das erste Register enthält die Draufsicht. Hier können die Abmessungen der Stütze und Randabstände
festgelegt werden.
Außerdem sind hier die Randsituation und der Stützenquerschnitt zu wählen.
Für die Randsituation stehen vier Möglichkeiten zur Wahl:
Innenstütze ohne Ränder
Randstütze mit Rand parallel zur x-Achse
Randstütze mit Rand parallel zur y-Achse
Eckstütze mit zwei Rändern
Als Stützenquerschnitt stehen Rechteck, Kreis, Wandende und Wandecke zur Verfügung.
Im zweiten Register ist die X-Z-Ansicht zu sehen.
Hier können die Plattendicke, die mittlere statische Nutzhöhe, die Breiten der Stütze und ggf. eine Verstärkung eingegeben werden.
Das dritte Register ist die Y-Z-Ansicht. Hier sind neben der Plattendicke und Nutzhöhe ebenfalls die Breiten von Stütze und Verstärkung in dieser Ansicht änderbar.
Zusätzlich kann sowohl im zweiten als auch im dritten Register der Typ der Stützenkopfausbildung festgelegt werden.
Im vierten Register können Aussparungen in tabellarischer Form definiert werden.
Als Formen der Aussparungen können Rechteck oder Kreis gewählt werden.
Die Koordinaten geben die Position des Schwerpunkts der Aussparung bezüglich des Stützenschwerpunkts an.
Die Koordinaten und Abmessungen sind in cm anzugeben.
optische Kontrolle
Über den dargestellten Button am unteren Rand des Eigenschaftsblatts wird eine maßstäbliche Darstellung der Geometrie am Bildschirm aufgerufen.
So können die Eingaben in den vier Registerblättern kontrolliert werden, ohne das Eigenschaftsblatt
verlassen zu müssen.
Im Eigenschaftsblatt Belastung sind die Lastkombinationen einzugeben, die gegen Durchstanzen
nachzuweisen sind.
Jeder Lastkombination kann eine Bezeichnung zugeordnet werden.
Die Bemessungssituation ist über eine Auswahlliste anzugeben.
Neben der Querkraft, die nur positiv einzugeben ist, können die zugehörigen Momente angeben werden.
Alle Schnittgrößen werden als Bemessungswerte interpretiert.
Die Eingabe von Momenten ist nur von Belang, wenn das genauere Verfahren zur Ermittlung des Lasterhöhungsfaktors gewählt ist (s. Nachweisparameter).
Für eine Bodenplatte kann für jede Lastkombination zusätzlich die zugehörige Bodenpressung unter der Platte angegeben werden.
Da die Bodenpressung einen stark günstigen Einfluss auf die Bemessung hat, ist unbedingt sicherzu-
stellen, dass sie innerhalb aller beim Nachweis betrachteten Rundschnitte im Mittel vorhanden ist!
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